Hirse: Ein gesunder Schönmacher

Schon vor 8000 Jahren wurden in China und Mesopotamien Fladenbrote aus Hirse verzehrt. Hirse ist jedoch nicht nur das älteste, sondern auch das mineralstoffreichste Getreide. Durch üppig enthaltene Vitamine und Nährstoffe machen die kleinen Körner satt, gesund und schön. Dennoch ist Hirse in deutschen Küchen nur noch selten zu finden.

Gesundmacher Hirse

Die wohl bedeutendste Eigenschaft von Hirse ist wohl, dass sie zu den glutenfreien Getreidearten zählt. Damit eignet sie sich zwar nicht sonderlich gut zum Brotbacken, ist dafür jedoch ein wertvolles Lebensmittel für Menschen mit Glutenallergie, Magen-Darm-Problemen oder Zöliakie.

Anders als viele Getreidesorten ist Hirse nicht säurebildend, sondern basenbildend, was wiederum zu weniger Schleimbildung im Körper führt. Besonders bei Erkältungen und grippalen Effekten ist Hirsebrei dabei eine empfehlenswerte, gesunde Speise.

Hirse ist jedoch auch im Alltag ein wahres Schönheitselexier. Durch die enthaltene Kiselsäure und Fluor werden die Zähne, Knochen und Nägel gestärkt und Haut und Haare geglättet und zum Glänzen gebracht.

Hirse – wertvolle Inhaltsstoffe für einen gesunden Körper

Am gesündesten ist Hirse in ihrer Ur-Form, also mit Schale. Vollhirse, die auch Braunhirse genannt wird, muss jedoch sehr lange kochen, bis sie weich wird und ist deshalb oft nur als Braunhirsemehl erhältlich. Doch auch verarbeitete, geschälte Hirse, die meist als Hirseflocken, Hirsegraupen oder Hirsegrütze angeboten wird, steckt voller wertvoller Inhaltsstoffe. Dazu zählen Eisen, was wichtig für die Blutbildung und die Sauerstoffversorgung ist, Calcium, Magnesium, B- und E-Vitamine sowie Provitamin A.

Neben all den Mineralstoffen und Spurenelementen stecken in einem Hirsekorn etwa 70 Prozent Kohlenhydrate, zehn Prozent Eiweiß und fünf Prozent Fett. Damit schlagen 100 Gramm Hirse mit 311 Kilokalorien zu Buche – in 100 Gramm ungezuckertem Hirsebrei stecken jedoch nur 120 kcal.

Schlank und gesund dank Hirse

Nicht umsonst steht der altgermanische Name „Hirsi“ für „Sättigung, Nahrhaftigkeit“. Die gelben Körner quellen stark auf und füllen so schnell den Magen. Dadurch werden weniger Kalorien aufgenommen und Blutzuckerschwankungen gering gehalten. Hirse kann dadurch vor Fettleibigkeit und Diabetes schützen.

Doch obwohl das Getreide schmeckt und satt macht, ist das Kochen mit Hirse seit der Einführung der ertragreicheren Grundnahrungsmittel - Kartoffel, Mais und Reis - in Europa fast in Vergessenheit geraten. Während das Getreide in Nordafrika und Asien nach wie vor sehr beliebt ist, wird Hirse in Deutschland heute hauptsächlich als Vogelfutter verwendet.

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Gesunde Rezepte mit Hirse kochen

Aufgrund ihrer zahlreichen positiven Eigenschaften hat Hirse jedoch in letzter Zeit in der Vollwertkost an Bedeutung gewonnen. Mittlerweile gibt es jede Menge leckerer Hirse-Rezepte – vom klassischen Hirsebrei oder Hirsegrütze bis hin zu Hirsesalat, Hirse-Auflauf, Hirse-Nockerln, Hirse-Bratlingen und sogar Pizzateig mit Hirse. In jedem Fall sollte Hirse jedoch immer mit Obst oder Gemüse kombiniert werden, damit der Körper die vielen Vitamine und Mineralstoffe optimal verwerten kann.