Vitamin E – Gut für die Haut

Vitamin E ist ein Sammelbegriff für fettlösliche Substanzen, die vom Körper nicht selbst produziert werden können. Deshalb müssen sie von außen über Lebensmittel wie Pflanzenöle, Nüsse oder Margarine zugeführt werden. Wird über einen längeren Zeitraum zu wenig Vitamin E aufgenommen, kommt es zu einem Mangel. Typische Symptome für einen solchen Vitamin E-Mangel sind Störungen der Verdauung, Konzentrationsschwäche, erhöhte Infektanfälligkeit sowie der Abbau von Muskulatur.

Wirkung von Vitamin E

Vitamin E gehört genau wie Vitamin A und Vitamin C zu den Antioxidantien und stellt somit in unserem Körper einen wichtigen Radikalfänger dar. Freie Radikale sind aggressive Verbindungen, die durch chemische Reaktionen, Rauchen, Stress oder durch die Einwirkung energiereicher Strahlen wie beispielsweise Sonnen- oder Röntgenstrahlen entstehen. Sie schädigen im Körper Eiweiße, die Struktur der Zellen und auch die DNA. Durch seine zellschützende Funktion soll Vitamin E Alterungsprozesse verlangsamen und vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen können.

Neben seiner Wirkung als Antioxidans soll Vitamin E auch die Steuerung der Keimdrüsen beeinflussen. Es wird deshalb auch als Antisterilitätsvitamin bezeichnet. Wissenschaftlich eindeutig bewiesen werden konnten die Wirkungen von Vitamin E bislang jedoch noch nicht.

Vitamin E zur Pflege der Haut

Aufgrund der antioxidativen Wirkung von Vitamin E wird die Substanz in vielen Hautpflegeprodukten verwendet. Sie soll zu einer Verbesserung der Hautoberfläche beitragen, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut erhöhen und Alterungsprozesse verlangsamen. Zudem soll Vitamin E entzündungshemmend wirken und die Abheilung von oberflächlichen Wunden beschleunigen.

Neben Kosmetika kommt das Vitamin auch in Sonnencremes vor, da der Substanz eine sonnenschützende Wirkung auf die Haut nachgesagt wird.

Vitamin E: Vorkommen in Lebensmitteln

Die empfohlene Tagesdosis an Vitamin E liegt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei 12 bis 14 Milligramm. Andere Institutionen wie zum Beispiel das Berkeley Institute empfehlen dagegen deutlich höhere Dosen. Schwangere und stillende Frauen sollten generell etwas mehr Vitamin E aufnehmen als andere Personen. Daneben ist der Bedarf auch bei Rauchern, bei Personen mit geschwächten Abwehrkräften oder Herzerkrankungen sowie in stressigen Lebensphasen erhöht.

Vitamin E wird nur von Pflanzen hergestellt, gelangt über die Nahrungskette aber auch in tierische Lebensmittel. Deren Vitamin E-Gehalt ist aber deutlich geringer. In größeren Mengen kommt Vitamin E in Pflanzenölen wie Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl oder Olivenöl sowie in Getreidekeimen vor.

Der tägliche Bedarf kann beispielweise durch den Verzehr der folgenden Lebensmittel gedeckt werden:

  • 5 Milliliter Weizenkeimöl
  • 30 Milliliter Olivenöl
  • 50 Gramm Haselnüsse
  • 70 Gramm Margarine

Bei der Lagerung und Zubereitung der Lebensmittel kann es durch Licht und Hitze zu Verlusten kommen, in der Regel fallen diese aber relativ gering aus.

Vitamin E-Mangel

Vitamin E kommt zwar in vielen Lebensmitteln vor, trotzdem schafft es nur etwa die Hälfte der Deutschen, ihren Bedarf an Vitamin E über die Nahrung zu decken. Wird zu wenig Vitamin E aufgenommen, kann der Körper zunächst Reserven in der Leber mobilisieren, um das Defizit auszugleichen. Deswegen tritt ein Vitamin E-Mangel oft erst nach jahrelanger Mangelversorgung auf.

Ursachen für einen Vitamin E-Mangel sind häufig Störungen des Fettstoffwechsels oder der Leberfunktion. So kann beispielsweise bei einer Störung des Fettstoffwechsels Vitamin E nicht mehr aus dem Darm aufgenommen werden. Zudem kann auch bei Frühgeborenen ein Vitamin E-Mangel auftreten. Eine ernährungsbedingte Ursache ist dagegen relativ selten.

Vitamin E-Mangel: typische Symptome

Liegt ein ausgeprägter Vitamin E-Mangel vor, kann dieser eine Blutarmut oder einen Nerven- und Muskelabbau zur Folge haben. Zudem können auch Symptome wie Verdauungsstörungen, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche, eine erhöhte Infektanfälligkeit sowie verschiedene Allergien auftreten.

Um einen Vitamin E-Mangel zu beheben, können Vitamin E-Kapseln mit verschiedenen Dosierungen eingenommen werden. Oft sind diese auch in Kombination mit den ebenfalls antioxidativ wirkenden Vitaminen A und C erhältlich. Angeblich soll die hochdosierte Einnahme solcher Präparate Erkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinfarkt, Muskel- und Gelenkerkrankungen, Impotenz sowie Stress und Wechseljahrsbeschwerden vorbeugen können. Wissenschaftlich gesichert ist diese Wirkung jedoch nicht.

In einer japanischen Studie wurde jetzt sogar nachgewiesen, dass hochdosierte Vitamin E-Präparate bei Mäusen und Ratten zu einer Schädigung der Knochensubstanz führen. Ob diese Ergebnisse auch auf den Menschen zutreffen, muss in zukünftigen Studien überprüft werden. Generell sollte anstatt auf hochdosierte Kapseln lieber auf pflanzliche Lebensmittel mit einem hohen Vitamin E-Gehalt zurückgegriffen werden.

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Überdosierung von Vitamin E

Über die Nahrung ist eine Überdosierung mit Vitamin E nicht möglich, erst durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln können entsprechend hohe Dosen erreicht werden. Wird zu viel Vitamin E eingenommen, hat dies in der Regel allerdings erst einmal keine Nebenwirkungen. Denn Dosen bis hin zu 300 Milligramm pro Tag gelten als gesundheitlich noch vertretbar.

Erst bei einer langfristigen, starken Überdosierung von über 800 Milligramm täglich können Symptome wie Verdauungsstörungen, Übelkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie eine erhöhte Blutungsneigung auftreten.