Androloge - Was macht der Androloge?

Was leistet der Androloge?

Der Androloge untersucht den Hormonstatus des Mannes. Testosteronmangel führt zu schweren Störungen im Bereich der Blutbildung, des Knochenstoffwechsels, der Stimmung, Libido und Erektionsfähigkeit. In diesem Fall bekommt der Patient eine Ersatztherapie, entweder mit Gel, Pflaster oder Spritzen. Nach Informationen der DGA sind alleine in Deutschland vier bis sechs Millionen Männer im Alter zwischen 30 bis 70 Jahren von einer Erektionsstörung betroffen. Je früher das Problem angepackt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Leider vermeiden viele Männer aus Scham über den Verlust ihrer Männlichkeit den Gang zum Spezialisten. Rund anderthalb Jahre warten Betroffene im Schnitt, bevor sie sich ärztliche Hilfe suchen. Zahlreiche Erkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit und Krebserkrankungen führen zu Schädigungen der Erektionsfähigkeit und damit zur Impotenz. Diese so genannte erektile Dysfunktion kann auch ein erster Hinweis auf andere Störungen sein (z.B. koronare Herzkrankheit).

Androloge: Arzt für den Mann

Ein zunehmend wichtiges Arbeitsgebiet für Andrologen ist die Behandlung des alternden Mannes. Die Besonderheit des Alterns ist auf Seiten der Frau mit Eintritt der Wechseljahre (Menopause) sehr viel besser erforscht und klinisch behandelt – "…hier besteht auf Seiten des alternden Mannes ein erhebliches Wissensdefizit. Der alternde Mann hat besondere andrologische Erkrankungen und ein besonderes Risikoprofil, das bei der Durchführung von Therapien unbedingt beachtet werden muss", schreibt dazu die DGA. Erst nach sorgfältigen Untersuchungen, eventuell einer DNA-Analyse der Erbanlagen, kann eine umfassende Therapie bestimmt und begonnen werden. Mit den aus der Werbung bekannten Wunderpillen gegen das Altern, gegen Übergewicht oder gegen Potenzstörungen hat das wenig zu tun.

Männer gehen anders mit ihrer Gesundheit um

In ihren letzten zehn Lebensjahren sind Männer häufig krank. Jeder zweite Mann stirbt an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Männer haben ein höheres Risiko, an Krebs oder an Leberzirrhose zu sterben. Etwa 40 Prozent der Männer über 30 haben Potenzprobleme. Noch nicht einmal 20 Prozent der Männer nehmen die jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung beim Urologen in Anspruch. Ein hoher Preis, den die Männer für ihre hohen Ansprüche an sich selber bezahlen, denn Gesundheit bedeutet für Männer in erster Linie Leistungsfähigkeit. Martin Neumann von der Techniker Krankenkasse (TK) Sachsen schreibt: "Es erscheint geradezu paradox, dass Männer oft nicht gerade zimperlich mit ihrem Körper umgehen: Sie trinken mehr Alkohol, rauchen mehr und ernähren sich ungesünder als Frauen. Und wenn es doch mal irgendwo zwickt, dann spricht Mann ungern darüber, denn ein Indianer kennt keinen Schmerz und hat vor allem keine Zeit dafür." Auch in diesen allgemeinen Gesundheitsfragen berät der Androloge.

Androloge berät auch in Fragen zur Ernährung

Eine solche medizinische Beratung bezieht unter anderem Fragen der Ernährung ein, denn Männer und Frauen unterscheiden sich schon im frühen Lebensalter in ihren Eßgewohnheiten. Jungen bevorzugen Salz, Fett und Zucker in ihrer Ernährung, Mädchen nehmen häufiger Obst und Gemüse zu sich. Männer in Industriegesellschaften wie den USA, die zwischen 30 und 50 Jahren alt sind, ernähren sich eher von Fleisch, Brot und Alkohol, wohingegen Frauen dort Obst, Joghurt und Kaffee bevorzugen, wie die Zeitschrift Epidemiology (3, 1992, 194) berichtete. "Das Lebensalter ist nicht angeboren, sondern in Grenzen selbst bestimmbar", schreibt Prof. Dr. Rolf-Dieter Hesch, Endokrinologe und Pionier des Männerarztes in Deutschland, in seinem Buch Absolut Mann (Midena-Verlag, München). "Wer steinalt werden möchte, sollte aber auch eine positive Einstellung zum Leben haben und sich nach Möglichkeit dauerhaft binden - denn optimistische Menschen in einer stabilen Partnerschaft leben länger."

 
zurück
1 2