Die 20 größten Fitness-Lügen

Joggen ist schlecht für die Gelenke, Radfahren macht impotent und Krafttraining sorgt für Bodybuilder-Muskeln? Alles Unsinn! Wir lüften die 20 bekanntesten Fitness-Irrtümer und nehmen so Ihrem inneren Schweinehund auch die letzte Ausrede, sich vor Bewegung Sport oder dem regelmäßigen Training zu drücken.

1. Fettverbrennung beim Sport erst nach 30 Minuten

Falsch! Bereits ab der ersten Minute Bewegung kurbelt der Körper die Fettverbrennung an. Allerdings hat diese erst nach 30 Minuten ihre Höchstleistung erreicht. Wer also sein Fett wegkriegen möchte, sollte möglichst länger als eine halbe Stunde trainieren. Beim Ausdauersport sollte man es zudem nicht zu ruhig angehen. Am effizientesten funktioniert die Fettverbrennung, wenn man bei 70 bis 80 Prozent seines Maximalpulses trainiert.

2. Wer schwitzt, ist nicht fit

Im Gegenteil: Sportler besitzen eine bessere Thermoregulation. Da ihre Muskeln und Zellen leistungsfähiger sind, geben sie bei Belastung mehr Schweiß ab, als bei unsportlichen Menschen.

3. Krafttraining macht dicke Muskeln

Gerade Frauen fürchten oft, von Krafttraining eine Bodybuilder-Figur zu bekommen. Diese Angst ist jedoch unbegründet. Der Muskelaufbau wird vom männlichen Geschlechtshormon Testosteron bestimmt, welches vom weiblichen Organismus nur in geringen Mengen produziert wird. Krafttraining bewirkt bei Frauen daher eher eine straffere und schlankere Silhouette.

4. Stretching bringt nichts

Über die Effekte von Stretching vor dem Sport streiten sich die Experten. Im Zweifelsfall ist hier lockeres Aufwärmen sinnvoller. Nach dem Training sollte man aber nicht auf die Dehnübungen verzichten: Gedehnte Muskeln werden besser durchblutet, bleiben geschmeidig und können sich besser regenerieren. Während des Stretchings sollte man nicht dynamisch hin- und herfedern, sondern lieber die Dehnung 20 Sekunden lang ruhig halten.

5. Sportler brauchen eine spezielle Ernährung

Auch wenn manche Freizeitsportler meinen, nach einem halbstündigen Dauerlauf gleich zu isotonischen Wunderdrinks, Vitaminpillen, Powershakes und Energieriegeln greifen zu müssen – diese Produkte sind nur für Leistungssportler gedacht. Nahrungsergänzungsmittel allein machen müde Muskeln nicht munter. Teilweise finden sich sogar verbotene Stoffe in den Lebensmitteln. Statt zu Powerriegel und Sportlerdrink besser zu Banane und Saftschorle greifen.

6. Durch Gerätetraining nimmt man nicht ab

Wer regelmäßig an Geräten Krafttraining macht, sollte sich nicht wundern, wenn er sogar mehr Pfunde auf die Waage bringt, als zu unsportlichen Zeiten. Das sollte jedoch kein Grund zur Sorge sein, denn Muskeln sind schwerer als Fett. Durch eine höhere Muskelmasse wird übrigens auch der Grundumsatz an Kalorien erhöht. Die Folge: Selbst im Schlaf verbrennen muskulöse Menschen mehr Fett als Sportmuffel.

7. Nur einmal pro Woche trainieren bringt nichts

Einmal ist auf jeden Fall besser als Keinmal. Besonders Anfänger können ihre Fitness bereits mit einem einstündigen Training pro Woche enorm steigern. Durch eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining wird die Leistungsfähigkeit gesteigert, der Blutdruck sinkt, Cholesterinwerte verbessern sich und das allgemeine Wohlbefinden steigt.

8. Bei Krafttraining müssen Muskeln schmerzen

Im Gegenteil. Wer zu viele Gewichte auflegt, kann sich schnell überanstrengen und sogar verletzen. Viel effektiver kann der Körper gestrafft werden, wenn die Gewichte verhältnismäßig leicht sind, dafür die Übungen umso öfter wiederholt werden.

9. Sauna macht schlank

Schwitzen hat nichts mit Fettverbrennung zu tun. Der Körper verliert in der Sauna Wasser und Mineralien, aber kein Gramm Fett. Die Pfunde, die man in der Sauna „ausgeschwitzt“ hat, sollte man sofort mit Wasser wieder auffüllen.

10. Joggen ist schlecht für die Gelenke

Beim Joggen wirkt das zwei- bis dreifache Körpergewicht auf die Gelenke. Dennoch erhöht Joggen ihre Funktionstüchtigkeit, denn durch die Bewegung wird mehr Gelenkflüssigkeit produziert. Dadurch können die Knorpel optimal mit Flüssigkeit versorgt werden und bleiben länger gesund und in Form. Stark übergewichtige, unsportliche Menschen sollten jedoch mit Walking beginnen, um die Gelenke langsam an die Bewegung zu gewöhnen.