Wie Hämorrhoidensalben helfen

Hämorrhoiden gehören zu den wohl fiesesten Beschwerden. Hämorrhoidensalben sollen gegen Jucken, Brennen oder Nässen helfen. Hämorrhoiden jucken und brennen nicht nur höllisch, sondern befinden sich auch noch an einer Stelle, die für viele Menschen eine Tabuzone darstellt – dem After. Dennoch sollten Betroffene den Gang zum Arzt oder in die Apotheke nicht scheuen, denn wenn Hämorrhoiden nicht rechtzeitig behandelt werden, können sie bleibende Schäden verursachen, die operiert werden müssen. In einem früheren Stadium der Krankheit reicht hingegen meist eine Hämorrhoidensalbe oder ein Zäpfchen, um das lästige Jucken loszuwerden.

Hämorrhoidensalbe anwenden

Spätestens wenn sich um den After Entzündungen und Nässe bilden oder Blut im Stuhl ist, sollten Betroffene zu Medikamenten greifen. Ein Klassiker ist die Hämorrhoidensalbe. In der Regel ist jeder Hämorrhoidensalbe ein Spezialaufsatz für die Tube beigefügt. Dieser ist entweder länglich mit mehreren seitlichen Ausgängen oder spitz zulaufend mit einem Ausgang vorne.

Vor der Anwendung sollte etwas Creme auf dem Aufsatz verteilt werden, um das Einführen zu erleichtern. Dann wird der Aufsatz auf der Öffnung der Tube angebracht und unter vorsichtigem Drehen vollständig in den After eingeführt. Nun vorsichtig auf die Tube drücken und gleichzeitig die Hämorrhoidensalbe unter kontinuierlichem Drehen wieder herausziehen. Der Aufsatz sollte nach jeder Anwendung mit heißem Wasser und einer milden Waschlotion gereinigt werden.

Wirkstoffe in Hämorrhoidensalben

Hämorrhoidensalben oder Hämorrhoidenzäpfchen enthalten in der Regel Wirkstoffe gegen Entzündungen, Schmerzen und Juckreiz und zur Stärkung des Immunsystems. Dabei gibt es pflanzliche Präparate mit Hamamelis, die ohne Kortison auskommen oder Hämorrhoidensalben mit Kortison für stärkere Beschwerdeformen.

Zur Betäubung der Schmerzen werden oft Benzocain, Cinchocain, Lidocain und Quinisocain eingesetzt. Zur Stärkung des Immunsystems und zur Beschleunigung der Wundheilung werden gelegentlich Escherichia-coli-Bakterien einer Hämorrhoidensalbe beigefügt.

Hämorrhoidensalbe gegen Augenringe und Falten

Manche Models und Hollywood-Schauspieler schwören auf Hämorrhoidensalbe gegen Augenringe und geschwollene Augen, um nach durchfeierten Nächten am nächsten Morgen wieder strahlend auszusehen. Tatsächlich hilft Hämorrhoidensalbe gegen Augenringe, denn durch die Inhaltsstoffe der Creme ziehen sich die Blutgefäße zusammen und bewirken so ein Abschwellen der Haut. Dadurch verschwinden Tränensäcke und dunkle Schatten unter den Augen. Dennoch ist von dieser Behandlungsmethode abzuraten, denn die Hämorrhoidensalbe lässt die Haut austrocknen und begünstigt so die Entstehung von Falten.

Außerdem sind die Inhaltsstoffe einer Hämorrhoidensalbe in der Regel nicht für die zarte Gesichtshaut geeignet. Kortison, Lokalanästhetika und Entzündungshemmer gehören nicht auf gesunde Haut, denn sie verdünnen diese, trocknen sie aus und können sogar Blutungen verursachen. Gegen Augenringe sind Gurkenscheiben oder Umschläge aus kaltem schwarzem Tee anzuwenden anstelle einer Hämorrhoidensalbe.

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Hämorrhoiden vorbeugen

Hämorrhoiden gehen meist mit Entzündungen und Nässe einher, was zu Juckreiz und Ekzemen führt. Um Hämorrhoiden vorzubeugen, ist eine sorgfältige Analhygiene unerlässlich. Dabei empfiehlt sich nach jedem Toilettengang eine Reinigung mit lauwarmem Wasser. Anschließend vorsichtig trockentupfen und den Analbereich mit einer Pflege- oder Zinkcreme behandeln. Zwischendurch können Sitzbäder oder feuchte Umschläge mit Kamille Linderung verschaffen.

Generell wirkt sich alles negativ auf die Hämorrhoiden aus, was den Innendruck im Darm verstärkt. Betroffene sollten es daher vermeiden:

  • Zu langes Sitzen auf der Toilette
  • Starkes Pressen beim Stuhlgang
  • Kaffee und Alkohol
  • Scharfe oder blähende Speisen
  • Körperliche Überanstrengungen
  • Langes Sitzen

Auch Schwangerschaft und Übergewicht können Hämorrhoiden mit sich bringen und so eine Hämorrhoidensalbe notwendig machen.