Donnerschlagkopfschmerz: Sofort zum Arzt!

Der Donnerschlagkopfschmerz, im Englischen auch als „Thunderclap Headache“ bezeichnet, ist ein Kopfschmerz von stärkster, zuvor unbekannter Intensität. Er beginnt plötzlich und erreicht sein Schmerzmaximum innerhalb von einer Minute. Anschließend kann er von einer Stunde bis hin zu zehn Tagen andauern. Begleitend können Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Lichtempfindlichkeit auftreten. Da eine lebensbedrohliche Hirnblutung die Ursache sein könnte, sollte bei jedem aufkommenden Donnerschlagkopfschmerz sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Primärer und sekundärer Donnerschlagkopfschmerz

Beim Donnerschlagkopfschmerz wird zwischen einer primären und einer sekundären Form unterschieden: Der primäre oder idiopathische Donnerschlagkopfschmerz  wird auch als Vernichtungskopfschmerz bezeichnet. Er hat keine organisch feststellbare Ursache und gilt als „gutartig“. Bei einer sekundären oder symptomatischen Form hingegen liegt den Kopfschmerzen eine Erkrankung zugrunde. Trotz unterschiedlicher Ursachen sind die auftretenden Symptome in beiden Fällen gleich.

Primäre  Donnerschlagkopfschmerzen treten bei weniger als 0,05 Prozent der Bevölkerung auf. Angeblich kommen die Schmerzen überwiegend in der Altersgruppe zwischen 25 und 65 Jahren vor. Besonders häufig sollen sie sich bei Patienten mit einer Migräne in der Vorgeschichte bemerkbar machen.

Allerdings ist es unter Medizinern umstritten, ob es den Donnerschlagkopfschmerz als eigenständige primäre Kopfschmerzform überhaupt gibt. Daher sollte stets sorgfältig nach einer möglichen Ursache der Beschwerden gefahndet werden. Denn häufig tritt der Kopfschmerz als Leitsymptom von schwerwiegenden Erkrankungen an den Blutgefäßen innerhalb des Schädels auf. Folglich sollte die Diagnose eines primären Donnerschlagkopfschmerzes erst dann als sicher angesehen werden, wenn alle anderen möglichen Ursachen ausgeschlossen wurden.

Hirnblutung als häufigste Ursache

Die häufigste und auch gefährlichste Ursache von sekundären Donnerschlagkopfschmerzen ist eine spezielle Form der Hirnblutung, die sogenannte Subarachnoidalblutung (SAB). Bei 20 bis 50 Prozent aller Betroffenen geht ihr ein Donnerschlagkopfschmerz als Warnsymptom voraus.

Eine Subarachnoidalblutung ist eine Blutung im Spalt zwischen der mittleren Hirnhaut und der Hirnoberfläche. In diesem schmalen Raum verlaufen viele Blutgefäße. Reißt ein Gefäß (Ruptur), breitet sich das austretende Blut im Subarachnoidalraum aus und drückt von außen auf das Gehirn. Ursache für die Hirnblutung ist meist eine Erweiterung der Arterien (Aneurysmen) an der Schädelbasis.

Die Subarachnoidalblutung kann mittels Computertomographie meist als flächiger, weißer, der Gehirnoberfläche anliegender Bezirk erkannt werden. Sie kann im schlimmsten Fall einen Schlaganfall auslösen und zu schweren, dauerhaften Gehirnfunktionsstörungen führen. Da eine SAB lebensgefährlich ist, ist eine umgehende intensivmedizinische Behandlung unabdingbar.

Weitere mögliche Ursachen von Donnerschlagkopfschmerzen können beispielsweise eine Sinusvenenthrombose, eine Hirnhautentzündung oder eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) sein.

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Donnerschlagkopfschmerz: Sofort zum Arzt!

Jeder plötzlich eintretende, massive Donnerschlagkopfschmerz kann potentiell sehr gefährlich sein. Um eine lebensbedrohliche Hirnblutung oder eine andere organische Ursache auszuschließen, sollten Sie sich schnellstens in die Notfallaufnahme eines Krankenhauses begeben und sich einer gründlichen Diagnostik unterziehen.