Leben Vegetarier wirklich länger?

Im Prinzip schon. Nur hat das deutlich geringere Sterblichkeitsrisiko nicht unbedingt etwas mit dem Fleischkonsum zu tun. Im Gegenteil, die gelegentlichen Fleischkonsumenten (moderate Vegetarier) leben sogar gesünder.
Zu den genannten Ergebnissen kommt das Deutsche Krebsforschungszentrum aufgrund einer seit 1979 laufenden Studie mit 1900 Vegetariern. In Zahlen: Laut Statistik stehen den 100 zu erwartenden Todesfällen in der Altersgruppe der Studienteilnehmer nur 59 tatsächliche bei den Vegetariern gegenüber. Da sich im Vergleich die gelegentlichen Fleischesser besser als die Veganer und Ovo-Lacto-Vegetarier ernähren, müssen andere Faktoren als Fleischkonsum maßgeblich sein.
Neben der Ernährungsweise erfasst die Studie auch andere Lebensstilfaktoren wie Rauchen oder körperliche Aktivität: Wie erwartet, erhöht Rauchen das Sterblichkeitsrisiko im Durchschnitt um 70 Prozent. Dagegen können sich Teilnehmer freuen, die ihre körperliche Aktivität als mittel oder hoch angeben: Im Vergleich zu Bewegungsmuffeln ist ihr Sterblichkeitsrisiko um ein Drittel verringert.

Fazit

Es scheint also so zu sein, dass Vegetarier nicht deshalb länger leben, weil sie kein Fleisch essen, sondern weil sie einen insgesamt gesünderen Lebensstil pflegen.