Was ist Bulgur?

Bulgur stellt in bestimmten Teilen des Orients eines der Hauptnahrungsmittel dar. Und auch in Deutschland erfreut sich das Getreide in den vergangenen Jahren immer größerer Beliebtheit. Aber was ist Bulgur eigentlich? Und ist Bulgur überhaupt gesund? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um das Getreide, erklären, wo der Unterschied zu Couscous liegt und geben Ihnen ein leckeres Rezept für einen Bulgursalat mit auf den Weg. 

Herstellung von Bulgur

Bulgur wird hauptsächlich aus Hartweizengrieß hergestellt. Dieser wird zunächst eingeweicht und anschließend dampfgegart. Nach dem Trocknen wird er dann in unterschiedliche Feinheitsgrade gemahlen. Da der Weizengrieß bereits bei der Herstellung gedämpft wird, muss er beim Kochen nur noch kurz in Wasser eingeweicht werden. 

Im Unterschied dazu wird bei der Herstellung von Couscous der Hartweizengrieß lediglich mit Wasser benetzt. Die Klümpchen, die sich dabei bilden, werden mit den Händen so lange zerrieben, bis sich kleine Kügelchen bilden. Diese werden getrocknet und anschließend gelagert. 

Traditionell wird Couscous nicht gekocht, sondern über kochendem Wasser gedämpft. Da der Instant-Couscous, der in unseren Supermärkten angeboten wird, in der Regel bereits vorgegart ist, muss er nur noch in heißem Wasser aufquellen.

Ist Bulgur gesund?

Die Herstellung von Bulgur ist äußerst schonend. Da das gesamte Korn geschrotet wird, ist der Bulgur zudem sehr nährstoffreich. Der Weizengrieß enthält unter anderem verschiedene B-Vitamine sowie Vitamin E und die Mineralstoffe Kalzium, Magnesium und Phosphor. Da Bulgur wie alle anderen Weizenprodukte auch Gluten enthält, ist er für Personen, die an Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) leiden, nicht geeignet.  

Bulgur ist relativ kalorienreich: 100 Gramm enthalten rund 350 Kalorien. Nach dem Quellen bringen es 100 Gramm des Getreides allerdings nur noch auf etwa 110 Kalorien. Da das Getreide ähnlich wie Reis lange satt macht, ist der Verzehr von Bulgur auf jeden Fall empfehlenswert – auch im Rahmen einer Diät. Der Sättigungseffekt ist insbesondere auf den hohen Ballaststoffgehalt zurückzuführen. 

Zubereitung von Bulgur

Bulgur ist bereits vorgegart, deswegen lässt er sich schnell und einfach zubereiten. Normalerweise genügt es, den Weizengrieß in heißem Wasser 20 Minuten lang quellen zu lassen. Alternativ können Sie ihn auch in kaltem Wasser quellen lassen, für diese Zubereitungsart werden allerdings zwischen acht und zwölf Stunden benötigt. 

Bulgur nimmt beim Quellen größere Mengen an Wasser auf, deswegen vergrößert sich sein Volumen beim Zubereiten deutlich. In der Regel genügen für eine Portion etwa drei Esslöffel aus. 

Im Supermarkt wird Bulgur in der Regel abgepackt in Plastiktüten angeboten. Haben Sie den Weizengrieß einmal angebrochen, sollten Sie ihn am besten in ein fest verschließbares und lichtundurchlässiges Gefäß umfüllen. Verbrauchen Sie das Getreide am besten innerhalb von sechs Monaten, ansonsten kann sich der Geschmack verändern. 

Rezepte mit Bulgur

Im Vorderen Orient stellt Bulgur eines der Hauptnahrungsmittel dar. Häufig wird er ähnlich wie Reis als Beilage verzehrt. Da er nahezu keinen Eigengeschmack besitzt, lässt er sich mit den unterschiedlichsten Gerichten kombinieren. Besonders häufig wird Bulgur mit Kräutern verfeinert und anschließend zu Fleischgerichten wie Lamm serviert. 

Daneben macht sich das Getreide aber auch in süßen Aufläufen sowie als Salat gut. Ein Salat mit Bulgur eignet sich sowohl als Beilage als auch als vegetarisches Hauptgericht. 

Rezept für einen Bulgursalat (Tabouleh)

Zutaten:

Zubereitung

Geben Sie den Bulgur in kochendes Wasser und lassen Sie ihn bei mittlerer Hitze 20 Minuten lang quellen. Übergießen Sie währenddessen die Tomaten mit kochendem Wasser, häuten Sie sie und schneiden Sie sie in kleine Würfel. Schneiden Sie anschließend die Frühlingszwiebeln in Ringe und hacken Sie etwas Petersilie und Pfefferminze klein. Geben Sie dem Gemüse etwas Zitronensaft und Olivenöl bei und schmecken Sie alles mit Salz und Pfeffer ab. Mischen Sie zum Schluss den Bulgur unter. Je nach Belieben können Sie außerdem noch Rosinen und Kreuzkümmel hinzufügen. 

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