Psoriasis - Symptome und Behandlung

Schuppenflechte: Symptome

Wenn ein Psoriasis-Herd neu entsteht, wird in der Regel zunächst ein kleiner, scharf begrenzter, entzündlich geröteter Fleck sichtbar. Dieser nimmt an Größe zu und entwickelt in wenigen Tagen silbrige Schuppen. Der voll entwickelte Psoriasis-Herd ist eine entzündlich gerötete Hauptpartie, die leicht über dem Niveau der gesunden Haut liegt und von weißlich bis silbrig glänzenden Schuppen überzogen ist. Man nennt diese Herde auch Plaques. Diese Hautflecken können recht klein sein, sich aber auch großflächig ausbreiten. Einige Körperregionen sind besonders häufig betroffen: Ellenbogen, Knie, die Kreuzbeinregion und der behaarte Kopf.
Im Krankheitsverlauf bleibt es nicht bei der Schuppenbildung. Oft werden die Hautveränderungen von einem Spannungsgefühl oder quälenden Juckreiz begleitet. Kratzen und Reiben verschlimmern den Krankheitsverlauf. In die offenen Hautstellen können Bakterien und Pilze eindringen und Entzündungen hervorrufen. Außerdem können an den Kratzspuren neue Psoriasisherde entstehen.

Nägel sind besonders betroffen

Die Haare leiden im allgemeinen nicht unter der Erkrankung. Allerdings können sie bei einem starken Befall der Kopfhaut und entsprechender Behandlung vorübergehend deutlich dünner werden und leichter brechen. Viel stärker werden die Nägel in Mitleidenschaft gezogen.

Viele Psoriatiker entwickeln sogenannte Tüpfelnägel - der Nagel erinnert durch viele kleine Krater an einen Fingerhut. Im Nagelbett selbst können ebenfalls Psoriasis-Herde auftauchen. Sie schimmern durch die Nageloberfläche durch und können die Nägel an den Rändern abheben (Ölflecknägel). Es kann sogar zu einer völligen Zerstörung der Nagelplatte (Krümelnägel) kommen.

Auch andere Organe können von der Erkrankung betroffen sein. Besonders schmerzhaft kann dabei die Psoriasis-Arthritis werden, die in ihrem Erscheinungsbild einer echten rheumatischen Erkrankungen sehr ähnlich ist. Wer an Schuppenflechte leidet und Gelenk- oder Knochenschmerzen hat, der sollte zusätzlich einen Rheumatologen aufsuchen.

Die Schuppenflechte verläuft in Schüben und kann immer wieder auftreten. Wie lange die Schübe und die beschwerdefreien Zeiträume andauern, ist sehr unterschiedlich Die Spanne liegt zwischen einigen Wochen und mehreren Jahren. Da die Erkrankung nicht ursächlich behandelt werden kann, ist das Ziel jeder Therapie, die Symptome zu lindern und die schubfreie Zeit so weit/lang wie möglich auszudehnen

 

Behandlung von Schuppenflechte

Es gibt zahlreiche Behandlungsansätze, die immer die individuelle Ausprägung und der Schwere der Krankheit beim einzelnen Patienten berücksichtigen. In den meisten Fällen helfen traditionelle Therapien mit Salben und Licht zur äußeren Anwendung auf der Haut.

Schwer erkrankte Psoriasis-Patienten sind dagegen auf systemische (innerliche) Medikamente angewiesen. In der medikamentösen Therapie hat es in den vergangenen Jahren große Fortschritte gegeben, die auf dem wachsenden Verständnis der Krankheitsprozesse und den Fortschritten in Molekularbiologie und Biotechnologie beruhen.

 
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