Halsstellreflex, tonischer

Hals(stell)reflex, tonischer

tonic neck reflex

Fach: Physiologie

Reflex (Haltungsreflex), der durch Änderung der Kopf- zur Körperstellung über Mechanorezeptoren ausgelöst wird u. - als frühkindlicher (primitiver) Stellreflex - labyrinthunabhängig eine Änderung der Muskelspannungsverhältnisse (Tonus) zwischen Rumpf- u. Extremitätenmuskulatur herbeiführt. So bewirkt ein symmetrischer tonischer Nackenreflex (STNR) nach Rückwärtsbeugung des Kopfes/Halses eine Streckung u. Spannungszunahme der oberen u. Beugung u. Tonusverlust der unteren Gliedmaßen (umgekehrt ist die Reaktion bei Halsvorwärtsbeugung, d.h., das Kind kann nicht kriechen!). Ein asymmetrischer tonischer Nackenreflex (ATNR), ausgelöst durch Kopfdrehung,bewirkt Streckung u. Tonisierung des drehseitigen u. Beugung u. Tonusverlust des kontralateralen Armes (evtl. auch Beines). Ersterer Reflex ist stets krankhaft, letzterer nur bei Fortbestehen über den 6. Monat hinaus (bei Hirnschaden).

ATNR; Halsreflex; Haltungsreflex; Kopfstellreflex; Magnus-Stellreflexe; Nackenzeichen 3): tonischer Nackenreflex; Stellreaktionen; STNR

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