Rochelexikon A-Z
Nervenzelle
Nervenzelle

|
Organ bzw. Funktion |
leicht |
mittel |
schwer |
|---|---|---|---|
|
Psyche |
Euphorie, Verlust der Orientierung |
Sehstörungen, Angst |
Schwindel, Delirium, Koma |
|
Magen-Darm-Kanal |
Übelkeit |
Brechneigung |
Erbrechen |
|
Sensorium |
Kopfschmerzen |
Präkordialschmerzen |
|
|
Atmung |
beschleunigt, größere Amplitude |
nach O2-Gabe Apnoe |
Depression, unregelmäßig Cheyne-Stokes-Typ, Stillstand |
|
Blutdruck, arterieller |
leicht erhöht (systolisch u. diastolisch) |
hoch |
steil abfallend |
|
Puls |
beschleunigt, evtl. unregelmäßig |
langsam, gespannt, unregelmäßig |
sehr klein, arrhythmisch, erlöschend |
|
Muskeln |
Inkoordination |
Spasmen, Rigor, Konvulsionen |
Erschlaffung, Lähmung |
|
Haut bei normalem Hb |
leicht zyanotisch (je nach Hb-Gehalt), warm, feucht |
blaurot-tief zyanotisch, nasswarm |
dunkelblau, blaugrau, später nasskalt |
|
Haut bei Anämie |
bläulich, relativ trocken |
blaugrau, feucht, evtl. starker Schweiß |
grau, nasskalt |
|
Pupillen |
unregelmäßig |
wechselnd weit |
max. dilatiert u. starr |
|
Venendruck |
etwas erhöht |
stark erhöht |
fallend |
© Urban & Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.
Quelle: ADAC - Das Lexikon der Gesundheit; München 1996
Nervenzelle

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Organ bzw. Funktion |
leicht |
mittel |
schwer |
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Psyche |
Euphorie, Verlust der Orientierung |
Sehstörungen, Angst |
Schwindel, Delirium, Koma |
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Magen-Darm-Kanal |
Übelkeit |
Brechneigung |
Erbrechen |
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Sensorium |
Kopfschmerzen |
Präkordialschmerzen |
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Atmung |
beschleunigt, größere Amplitude |
nach O2-Gabe Apnoe |
Depression, unregelmäßig Cheyne-Stokes-Typ, Stillstand |
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Blutdruck, arterieller |
leicht erhöht (systolisch u. diastolisch) |
hoch |
steil abfallend |
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Puls |
beschleunigt, evtl. unregelmäßig |
langsam, gespannt, unregelmäßig |
sehr klein, arrhythmisch, erlöschend |
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Muskeln |
Inkoordination |
Spasmen, Rigor, Konvulsionen |
Erschlaffung, Lähmung |
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Haut bei normalem Hb |
leicht zyanotisch (je nach Hb-Gehalt), warm, feucht |
blaurot-tief zyanotisch, nasswarm |
dunkelblau, blaugrau, später nasskalt |
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Haut bei Anämie |
bläulich, relativ trocken |
blaugrau, feucht, evtl. starker Schweiß |
grau, nasskalt |
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Pupillen |
unregelmäßig |
wechselnd weit |
max. dilatiert u. starr |
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Venendruck |
etwas erhöht |
stark erhöht |
fallend |
© Urban & Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.
Quelle: ADAC - Das Lexikon der Gesundheit; München 1996
Nerven|zelle
Syn.: Neurozyt; Neurocytus; Neuronum
nerve cell; neurocyte
hochdifferenzierte, zu Empfang, Verarbeitung u. Weiterleitung nervöser Erregungen befähigte Zelle des Nervengewebes. Strukturelles Grundelement des Nervensystems (dessen morphologische, trophische u. funktionelle Einheit). Eine N. mit all ihren Fortsätzen wird als Neuron bezeichnet. Aufbau: Von einem Zellleib (Corpus neuroni) gehen mindestens zwei Fortsätze ab: Dendrit mit zellulipetaler Leitung u. zellleibnaher Verzweigung, Axon (Neurit) mit zellulifugaler Leitung u. Endverzweigung (Telodendron) weit entfernt (bis zu 1 m) vom Zellleib. Der Teil des Zellleibs um den Kern herum wird als Perikaryon
bezeichnet. Der Zellkern ist sehr groß, hell mit großem Nukleolus als Ausdruck hoher Transkriptionsaktivität. Die Zellmembran (mit funktionsdifferentem Aufbau: Rezeptor, axonaler konduktiler Abschnitt, Dendrit, Synapse) reagiert auf entsprechende Reize mit unterschiedlichen Permeabilitätsänderungen. Das Zytoplasma mit Nissl-Schollen (raues endoplasmatisches Retikulum der Nervenzelle), Golgi-Apparat (sehr gut entwickelt), Mitochondrien (sehr zahlreich, da hoher Energiebedarf für die Ionengradienten), Zytoskelett aus Neurofilamenten bzw. Neurofibrillen (lichtmikroskopisch durch Silberimprägnation darstellbar) u. Mikrotubuli für Transportvorgänge. An den Nervenendigungen der Axone Depolarisation der
postsynaptischen Membran durch funktionsspezifische Transmitter (z.B. cholinerge, noradrenerge, serotoninerge, dopaminerge Fasersysteme) oder durch direkte elektrische Übertragung (z.B. axo-somatische, axo-dendritische, axo-axonale Übertragung oder über die motorische Endplatte). Formen: Bipolarzellen (bipolare N.): zwei getrennt abgehende Fortsätze; Vorkommen z.B. in der Retina (im Stratum nucleare internum) u. in Ganglien des Innenohrs; pseudounipolare N.: ein Fortsatz, der sich zellleibnah in Dendriten u. Axon gabelt, kommt in sensiblen Ganglien vor; multipolare N.: viele Dendriten, ein Axon (s. Abb.); Vorkommen in der
grauen Substanz des ZNS u. in vegetativen Ganglien. Als multipolare N. mit langem Axon (Deiters-Typ; Projektionsneurone) u. als multipolare N. mit kurzem Axon (Golgi-Typ; Schaltneurone). Nach Anordnung der Dendriten u. Form des Zellleibs Unterteilung z.B. in Pyramidenzellen, Sternzellen, Spindelzellen. Außerdem adendritische N. (unipolare N.): ein Fortsatz; Vorkommen nur beim Embryo in der Histogenese der N. Besondere N. sind (neuro)sekretorische N. des Zwischenhirn-Hypophysen-Systems. Ferner unterscheidet man u.a. exzitatorische (erregende) u. inhibitorische (hemmende) N. (bzw. Neurone), Horizontalzellen, Golgi-Zellen, Purkinje-Zellen, Haarzellen,
Pyramidenzellen, Korbzellen, amakrine Zellen, Motoneurone.
Axon; Bipolarzelle; Dendrit; Ganglienzelle; Gangliozyt; Nervensystem; Nervus; Neuron; Neurozyt; pseudounipolar; Synapse
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