Verschiedene Pillenarten im Überblick

Kombinationspille

Die Kombinationspille ist die Pillenart, die am häufigsten verschrieben wird. Sie enthält sowohl Östrogen (Ethinylestradiol) als auch Gestagen. Welches Gestagen enthalten ist, ist von Produkt zu Produkt verschieden. Mittlerweile existiert auch eine Kombinationspille, die anstelle von Ethinylestradiol einen Östrogentyp enthält, der Estradiol – das Östrogen, das im Körper produziert wird – bereitstellt.

Minipille

Neben der Kombinationspille gibt es noch die sogenannte Minipille, bei der es sich um reine Gestagen-Pillen handelt. Sie wird meist Frauen verschrieben, die aus bestimmten Gründen kein Östrogen einnehmen dürfen. Durch ihre geringe Hormonkonzentration beeinflusst sie die körpereigene Hormonproduktion kaum.

Da in den Minipillen kein Östrogen enthalten ist, findet – mit Ausnahme eines Präparates – bei den Frauen weiterhin ein Eisprung statt. Eine Befruchtung ist somit möglich, wenn die Minipille nicht in einem festen Zeitfenster eingenommen wird. Insgesamt gilt die Minipille als etwas unsicherer als die Kombinationspille.

Einphasen- und Mehrphasenpille

Bei der Antibabypille gibt es jedoch nicht nur Unterschiede bezüglich der enthaltenen Hormone, sondern auch bezüglich deren Dosierung. Am häufigsten werden Einphasenpillen (monophasisch) verschrieben, bei denen alle eingenommenen Pillen den gleichen Hormongehalt haben.

Bei Mehrphasenpillen (multiphasisch) verändern sich dagegen die Art der enthaltenen Hormone sowie deren Gehalt. Deswegen müssen die einzelnen Pillen unbedingt in der richtigen Reihenfolge eingenommen werden. Um die Einnahme zu erleichtern, haben die Pillen in den verschiedenen Phasen den Zyklus unterschiedliche Farben. Im Gegensatz zu den Einphasenpillen werden bei den Mehrphasenpillen die natürlichen Schwankungen des weiblichen Hormonspiegels berücksichtigt.

21+7, 24+4 und 26+2

Bei den Kombinationspillen gibt es schließlich noch Unterschiede bezüglich der Einnahmedauer. Am weitesten verbreitet ist das Schema 21+7. Dabei wird die Pille 21 Tage am Stück eingenommen, danach wird eine Pillenpause von sieben Tagen eingelegt. Alternativ gibt es auch einige Präparate, die sieben Placebo-Pillen ohne Wirkstoff enthalten, so dass eine kontinuierliche Einnahme erfolgen kann. Während der sieben Tage, in denen keine beziehungsweise die Placebo-Pillen eingenommen werden, findet die Monatsblutung statt.

Beim 24+4 Schema werden über einen Zeitraum von 24 Tagen hormonhaltige Pillen eingenommen, danach erfolgt eine Pause von vier Tagen, in denen Placebo-Tabletten eingenommen werden. Während dieser Zeit findet die Monatsblutung statt. Ein ähnliches System liegt auch dem 26+2 Schema zugrunde. Hierbei werden 26 Tage lang Pillen mit unterschiedlicher Hormonkonzentration eingenommen. Danach folgen zwei Tage, in denen hormonfreie Placebo-Pillen eingenommen werden.  

Aktualisiert: 19.10.2017 – Autor: Kathrin Mehner

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