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Bildschirmarbeit - Tipps

Bildschirmverordnung - Pflichten des Arbeitgebers

Wer täglich mehr als drei Stunden am Monitor arbeitet, hat einen sogenannten Bildschirmarbeitsplatz. Bei Angestellten ist der Arbeitgeber dann im Rahmen des Arbeitsschutzgesetzes verpflichtet, ihnen eine regelmäßige arbeitsmedizinische Untersuchung zu ermöglichen. Die Bildschirmverordnung gewährt den Beschäftigten ein umfassendes Recht auf einen gesunden Arbeitsplatz: Strahlungsarme Bildschirme gehören ebenso dazu wie ergonomische Büromöbel, bedienungsfreundliche Software und eine ausreichende Beleuchtung.

Recht auf Augenuntersuchung

Beschäftigte an Bildschirmarbeitsplätzen haben zudem Anspruch auf eine angemessene Untersuchung der Augen und des Sehvermögens. Sie sollte schriftlich angeboten werden und während der Arbeitszeit stattfinden. Die Kosten trägt der Arbeitgeber. Dies gilt für jene Beschäftigten, die "gewöhnlich bei einem nicht unwesentlichen Teil ihrer normalen Arbeit ein Bildschirmgerät benutzen". Der berufsgenossenschaftliche Grundsatz für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen an Bildschirmarbeitsplätzen G 37 definiert dies als Arbeiten, die ohne Bildschirmunterstützung nicht zu erledigen sind.

Tipps: Richtig arbeiten am Bildschirm

Um die Symptome wirksam zu lindern oder gar nicht erst entstehen zu lassen, kann man selbst eine ganze Menge tun. Hier die wichtigsten Tipps:

  • Die richtige Beleuchtung: Die Konzentration wird besonders dann beansprucht, wenn der Arbeitsplatz falsch beleuchtet ist. Bei Kunstlicht sollte man auf die richtige Beleuchtungsstärke achten und besonders Blendungen oder Spiegelungen vermeiden. Die ideale Beleuchtung ist immer noch das Tageslicht, jedoch nur ohne direkte Sonneneinstrahlung. Je größer der Monitor, desto besser. Bildschirmdiagonalen von wenigstens 17 Zoll sind wichtig. Die Blickrichtung auf den Bildschirm sollte immer parallel zur Fensterfront verlaufen, um zu hohe Lichtkontraste zu vermeiden.
  • Der ideale Abstand zwischen Augen und Monitor beträgt 50 bis 60 Zentimeter.
  • Absolut notwendig sind regelmäßige Pausen, möglichst mit Entspannungsübungen – sowohl für die Augen als auch besonders für Kopf- und Nackenmuskeln. Schauen Sie immer wieder zwischendurch in die Ferne.
  • Bei anhaltenden Sehbeschwerden sollte ein Augenarzt aufgesucht werden.
  • Achten Sie auf eine Bildwiederholfrequenz (gibt an, wie häufig ein Bild pro Zeiteinheit aufgebaut wird) Ihrer Grafikkarte von mindestens 60 Hertz (bei Röhrenbildschirmen 75 HZ). So kontrollieren Sie im Zweifel Ihre Bildwiederholfrequenz: Viele Menschen entdecken ein leichtes Flackern auf hellen Monitorflächen, wenn sie ca. 30 Zentimeter neben den Monitor schauen. Flackert die weiße Fläche am Monitor bei dieser Betrachtung, ist die Bildwiederholfrequenz mit Sicherheit zu niedrig. Übrigens: Je höher die Auflösung des Bildschirms ist, desto geringer darf die Bildwiederholfrequenz sein.
  • Unbedingt verzichten sollte man auf das Rauchen vor dem Monitor. Denn durch das an sich unschädliche elektrostatische Feld werden unzählige kleinste Rauch- und Staubpartikel auf Haut und Augen zurückgeschleudert.
  • Brillenträgern, die unter Augenproblemen leiden, kann unter Umständen die Anschaffung einer speziellen Brille für Bildschirmarbeitsplätze helfen. Deren Gläser sind besonders auf die Entfernungen im Bildschirmbereich abgestimmt und erleichtern das Sehen vor allem im Nahbereich.

Aktualisiert: 23.10.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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