Fitnesstraining fürs Gesicht

Frau macht Gesichtsgymnastik © lightstargod

Laserbehandlungen mit Botoxspritzen oder gar das Chirurgenmesser? Das muss nicht sein, denn jeder kann seine Haut auf ganz natürliche Weise straffen. Neben entsprechender Pflege soll Gesichtsgymnastik die Haut jung halten und die Muskeln im Gesicht trainieren. Als Alternative zu kostspieligen Eingriffen ist die gute alte Gesichtsgymnastik wieder sehr gefragt. Schon nach ersten gezielten Muskelübungen sieht das Gesicht frischer aus, die Augen wirken größer, Falten können gemildert werden und Tränensäcke verschwinden.

Fitness für das Gesicht

Das "Faceforming" ist zwar keine Wunderwaffe, hilft aber sichtbar. Zusätzlich zur täglichen Pflege mit Cremes und Lotionen lässt sich das Hautbild mit etwas Disziplin, Geduld und einer Übungsanleitung gezielt trainieren. Allein 26 Muskeln formen unser Gesicht. Sie sind raffiniert miteinander verwoben und geben ihm Kontur und Halt – vor allem bei jungen Menschen.

Gesichtsgymnastik gegen Fältchen & Co.

Mit zunehmendem Alter erneuern sich die Körperzellen langsamer und auch die Kopf- und Gesichtsmuskulatur verliert an Elastizität. Aber wenngleich Falten viele Menschen stören, muss eine "Korrektur" durch die plastische Chirurgie nicht sein. Denn die typischen sternförmigen Fältchen rund ums Auge, auf der Stirn und an der Nasenwurzel begleiten nicht zwangsläufig den Alterungsprozess.

Vielmehr sind sie – genau wie Doppelkinn und hängende Mundpartie – häufig Folgen einer schlechten Körperhaltung, einer unvorteilhaften Mimik und vernachlässigter GesichtsmuskeIn. Aus Gewohnheit bewegt der Mensch diese Gesichtspartien meist nur in eine Richtung – nämlich der Schwerkraft folgend.

Deshalb lautet die Devise bei der Gesichtsgymnastik: nach oben-hinten statt nach vorne-unten.

Gesunde Grimassen

Durch intensives Stimulationstraining wird der Spannungszustand der Muskeln verbessert. Die zunehmende Vitalität beschränkt sich dabei nicht nur auf das Gesicht, sondern strahlt über den Hals und die Schultern auf den ganzen Körper aus.

So spektakulär sich die Theorie anhört, so unscheinbar sehen die Übungen aus. Je nach gewünschtem Effekt werden die entsprechenden Muskelgruppen mit den Fingerkuppen unter leichtem Druck stimuliert. Am Anfang am besten in den Spiegel schauen. Statt wilder Grimassen oder groben Zerr- und Zupfaktionen reichen millimeterfeine Bewegungen aus. Diese wirken meist dem sanften Widerstand der eigenen Finger entgegen. Bisher oft völlig unbewusst aktivierte Bereiche des Kopfes arbeiten so kräftig mit.

Training für das Gesicht – wann hilft es?

Ganz wichtig ist: Möglichst konsequent trainieren. Tägliche Übungen, morgens oder abends etwa fünf bis zehn Minuten, reichen oftmals schon aus.

Aber auch das intensivste Training findet seine Grenzen wie etwa bei sehr starken Schlupflidern. Ähnliches gilt für starke Lachfalten. Die lassen sich meist nicht wegtrainieren. Aber das ist ja auch gut so. Schließlich machen sie das Gesicht erst richtig lebendig und wirken oft sympathisch.

4 Übungen der Gesichtsgymnastik

Wir zeigen Ihnen vier Gesichtsgymnastik-Übungen zum Ausprobieren:

  • Augen: Legen Sie Daumen und Zeigefinger unter und über die Augenpartie und dehnen Sie die Haut dabei leicht in die entgegengesetzte Richtung. Dann gegen den Widerstand der Finger 10- bis 20-mal blinzeln. Danach entspannen. Ziel: Training der Muskeln in den Lidern und um die Augen.
  • Wangen: Blasen Sie die Wangen auf und beklopfen Sie diese dann mit den Fingerkuppen. Danach entspannen und dem Prickeln in diesem Bereich nachspüren. Alternativ können Sie die Luft schon beim Beklopfen der Wangen langsam herauslassen. Ziel: Kräftigen der Wangen-Muskulatur.
  • Stirn: Legen Sie die Finger so auf die Stirn, sodass sich die Fingerspitzen berühren, und ziehen Sie dann Augenbrauen und Lider nach oben. Wären Ihre Finger nicht da, würde sich die Stirn in Falten legen. Diese Anspannung 6 bis 10 Sekunden halten, dann entspannen. Ziel: Glätten der Falten und Entspannen der Stirnpartie.
  • Mundwinkel: Lächeln Sie und ziehen Sie dabei die Mundwinkel noch höher, indem Sie mit den Fingern nachhelfen. Dann entspannen und fühlen, wie sich die Muskeln an dieser Stelle lockern. Ziel: Bekämpfen von hängenden Mundwinkeln.

Aktualisiert: 18.04.2019 – Autor: gesundheit.de

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?