Qigong – wohltuende Übungen für Körper und Geist

Qigong Kurs © rawpixel

Qigong gehört wie auch die Akupunktur zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Beide Methoden arbeiten mit dem Energiefluss in den Meridianen und möchten eine Harmonisierung der Körperenergien erreichen. Das "Qi" spielt bei den Qigong-Übungen eine zentrale Rolle. "Qi" ist eine universelle Lebensenergie, eine Kraft, die in der Natur wie auch in unserem Körper vorhanden ist und die wir positiv für uns nutzen können. Körperbewegungen, deren Effekte wir leicht nachvollziehen können, aber auch stillere Übungen, für deren Erlernung Einfühlungsvermögen und Geduld erforderlich sind, sind im Qigong enthalten.

Qigong: Gesundheitsübungen aus den Klöstern Chinas

Viele der Gesundheitsübungen, deren Ursprung im Daoismus und Buddhismus liegen, wurden lange Zeit geheim gehalten. Sie wurden nur in Klöstern praktiziert.

Heute sieht man in China jeden Morgen viele Menschen in den Grünanlagen, die mit Qigong-Übungen den Tag beginnen und sich so gesundheitlich fit halten. Zwar ist das Aufnehmen und Lenken des "Qi" für den Europäer noch etwas fremd, doch findet diese Technik aufgrund ihrer positiven, gesundheitlichen Wirkungen auch hier immer mehr Freunde.

Gesundheitsübungen

Qigong übt einen Reiz auf all diejenigen aus, die bestrebt sind, ausgeglichener zu werden und besser durch den Tag zu kommen. Qigong ermöglicht es, gezielt Kräfte zu sammeln und Energien zu aktivieren.

Viele der einfachen Übungen eignen sich zur allgemeinen Vorbeugung. Andere sprechen aber auch ganz gezielt bestimmte Körperbereiche an. Überstrapazierte Nacken-, Schulter- und Rückenpartien können so gelockert werden. Die chinesische Technik des Qigongs ist daher auch hilfreich für verspannte Schreibtischarbeiter und stressgeplagte Menschen.

Qigong in Deutschland

In Deutschland wird Qigong überwiegend in Gruppen-Kursen angeboten. Bei den Übungen lernt man, Bewegung und Atmung zu beherrschen, Aufmerksamkeit zu trainieren und auf die Haltung zu achten. Die ganzheitliche Heilmethode kräftigt nicht nur die Muskeln und fördert die Beweglichkeit, sie wirkt sich auch positiv auf Herz und Kreislauf aus. Qigong beruhigt zudem die Nerven und hilft, sich zu entspannen. Mit der Zeit können so das Bewusstsein und die Eigenverantwortung gestärkt werden.

Auch therapeutisch einsetzbar

Qigong-Formen können auch therapiebegleitend eingesetzt werden. Organfunktionen sollen dabei gestärkt oder Energieblockaden abgebaut werden. Bei folgenden chronischen Erkrankungen kann Qigong ebenfalls hilfreich sein:

In diesen Fällen bietet sich die Einzelarbeit mit qualifizierten Lehrern an. Im Allgemeinen ist Qigong körperlich nicht anstrengend und so für jedes Alter geeignet. Jeden Tag etwa 15 Minuten lang einige der wohltuenden Übungen zu absolvieren, kann daher auf sanfte Weise die Gesundheit unterstützen.

Aktualisiert: 21.09.2017

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