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Leichtathletik - Sport aus der Antike

Startbahn für Leichtathletik © Annca

Jedes Kind kommt mehr oder weniger freiwillig mit Leichtathletik als Schulsport in Berührung. Einmal im Jahr können die Schüler bei den Bundesjugendspielen ihre leichtathletischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Leichtathletik trifft unter Schulkindern meist nur auf mäßige Begeisterung – dabei ist es seit jeher die Königsdisziplin bei Olympia. Die ersten olympischen Spiele, die heute belegt werden können, fanden 776 vor Christus statt – mit nur einer einzigen Disziplin, dem 192 Meter langen Stadionlauf. Dabei haben schon die Steinzeitmenschen ihre körperlichen Fähigkeiten gemessen, etwa in Form von Wettrennen.

Leichtathletik: Vielseitig und altehrwürdig

Der Leichtathletik-Wettkampf der Moderne feierte am 5. März 1864 seine Geburtsstunde, und zwar in England. An diesem Tag traten Mannschaften der Universitäten Oxford und Cambridge gegeneinander an. Schon zwei Jahre später fand der erste nationale Leichtathletik-Wettbewerb mit bereits zwölf Disziplinen statt. Als 1896 die ersten modernen olympischen Spiele in Athen ausgetragen wurden, hatte sich Leichtathletik schon auf der ganzen Welt ausgebreitet und ist bis heute olympischer Kernsport.

Leichtathletik ist eigentlich ein Sammelbegriff für unterschiedliche Disziplinen des Laufens, Springens und Werfens. Diese Disziplinen unterlagen im Lauf der Zeit vielen Veränderungen. Bei den olympischen Spielen werden heute 24 Disziplinen bei den Männern und 23 bei den Frauen ausgetragen. Zwar gibt es auch nicht-olympische Leichtathletik-Disziplinen - die 1912 gegründete International Association of Athletics Federation (IAAF), der Dachverband der nationalen Leichtathletik-Verbände, erkennt jedoch nur noch genormte Laufstrecken für Weltrekorde an.

Zehnkampf und Siebenkampf für Allrounder

Das Leichtathletik-Training im Kindesalter ist noch sehr breit gefächert. Je nach Vorlieben und Talenten werden aber bei Jugendlichen Schwerpunkte gesetzt. Für Allrounder bietet sich bei den Herren der Zehnkampf und bei den Damen der Siebenkampf an. Sportler dieser Disziplinen müssen über große Vielseitigkeit und Ausdauer verfügen. Beide Wettkämpfe werden an zwei aufeinander folgenden Tagen ausgetragen.

Der Zehnkampf setzt sich aus sich aus vier Lauf-Disziplinen (100m, 400m, 1500m und 110m Hürden), drei Wurfdisziplinen (Kugelstoßen, Diskuswerfen und Speerwerfen) und drei Sprungdisziplinen (Weitsprung, Hochsprung und Stabhochsprung) zusammen. Der Siebenkampf besteht aus drei Laufdisziplinen (200m, 800m und 100m Hürden), zwei Wurfdisziplinen (Kugelstoßen und Speerwerfen) und zwei Sprungdisziplinen (Hochsprung und Weitsprung).

Leichtathletik: Verletzungen und Risiken

Verletzungen durch Fremdeinwirkung, wie bei Teamsportarten, sind bei der Leichtathletik unüblich. Da Leichtathletik ein so vielseitiger Sport ist, kann man eigentlich nicht von typischen Leichtathletik-Verletzungen sprechen. Stattdessen muss man nach den verschiedenen Disziplinen unterscheiden, denn auch die Trainingsschwerpunkte werden hier ganz unterschiedlich gesetzt. Dennoch sollten generell alle Leichtathleten, um Verletzungen zu vermeiden, darauf achten, ihre Gelenke zu schützen. Zu den Trainingseinheiten gehört auch Kraft- und Ausdauertraining.

Besonders wichtig ist ein gründliches, speziell auf die häufig beanspruchten Muskeln ausgerichtetes Aufwärmtraining, um Prellungen, Krämpfe und Zerrungen vorzubeugen. Ein kräftiger Rumpf sowie gut trainierte Arme und Beine sind die Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Leichtathleten. Die meisten Verletzungen in der Leichtathletik entstehen im Zusammenhang mit Übermüdung und Überbelastung, auch technische Fehler können die Ursache sein. Im Folgenden stellen wir kurz die wichtigsten Disziplinen und ihre spezifischen Verletzungsrisiken vor.

Aktualisiert: 03.05.2012 – Autor: Daniela Heinisch

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