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Tennistraining ohne Verletzungen

Mann beim Tennistraining © istockphoto, Rawpixel

Ein wahrer Tennis-Marathon: Über elf Stunden Spielzeit und das ohne jegliche Verletzung - geschehen im Rekordspiel von Wimbledon 2010 zwischen dem US-Amerikaner John Isner und dem Franzose Nicolas Mahut. Nicht nur für die Sportart Tennis gilt: nur das richtige und abwechslungsreiche Training kann Verletzungen vorbeugen und das Risiko, sich beim Tennis zu verletzen, minimieren.

Tennistraining ohne Schmerzen

Wie bei jeder anderen Sportart zählt auch beim Tennis: Überschätzen und überfordern Sie Ihren Körper nicht. Ansonsten schadet Tennisspielen der Gesundheit und kann schnell zu ungewollten und unangenehmen Verletzungen führen. Verletzungen beim Tennis können sowohl akut auftreten, als auch zu chronischen Leiden führen.

Richtig Aufwärmen
Daher gilt: Aufwärmen, richtig trainieren, auf die Signale des Körpers achten und andere Sportarten wie Schwimmen, Joggen oder Volleyball für den optimalen Ausgleich ausüben. Vor jedem Tennistraining und Tennisspiel sollten Muskeln und Gelenke für ein paar Minuten intensiv gedehnt und aufgewärmt werden. Laufen Sie dafür ein paar Runden um den Platz und beginnen Sie mit lockerem Einspielen. Das macht Sehnen und Muskeln geschmeidig und beugt gleichzeitig Verletzungen beim Tennisspielen vor.

Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen halten fit und stärken gleichzeitig Kondition und Durchhaltevermögen beim Training und spannenden Spiel. Da sollte selbst der Matchball noch mit voller Power richtig gespielt sein. Regelmäßiges Krafttraining der Arme und Beine werden Sie bei jedem Schlag bemerken, denn entscheidend beim Tennis ist nicht nur die Präzision, sondern auch die Intensität, mit der jede Vor- und Rückhand gespielt und perfekt im Feld des Gegners platziert wird.

Tennisarm ohne Chance

Die bekannteste Verletzung beim Tennis ist der sogenannte Tennisarm (Epicondylitis radialis humeri). Der Tennisarm stellt eine Überbelastung und chronische Erkrankung am Ellenbogen dar, weswegen er manchmal auch Tennisellenbogen genannt wird. Von Anfang an die richtige Schlagtechnik ist die optimale Methode, einem Tennisarm und somit Schmerzen am Ellenbogen vorzubeugen.

Achten Sie darauf, dass bei jedem Schlag mit der Vorhand und insbesondere mit der Rückhand Ihr Handgelenk stets gestreckt ist - nicht gebeugt. Kraft und Schwung kommen beim Tennis ausschließlich aus Arm und Schulter.

Vorbeugend ist auch ein gezieltes und regelmäßiges Kraft- und intensives Techniktraining des Armes. Ist er einmal da, der Tennisarm, hilft am Anfang der Behandlung absolute Ruhe, so dass an Tennisspielen erst einmal nicht zu denken ist. Die Sehnenentzündung, auch als Tendopathie bekannt, der Unterarmstreckmuskulatur verursacht Schmerzen und schränkt den Arm sowie dessen Bewegung massiv ein.

Während der Behandlung ist der Arm ruhigzustellen und mit Wärme und Kälte zu behandeln. Massage, Salbenverband, Homöopathie, Bandagen oder das Injizieren von Medikamenten sollen die Heilung zusätzlich anregen. Ist keine Besserung in Sicht gibt es noch weitere Möglichkeiten der Therapie bis hin zu einer Operation. Die beste Methode ist jedoch, es beim Tennis gar nicht so weit kommen zu lassen und rechtzeitig dem Tennisarm samt folgender Therapie vorzubeugen.

Spiel, Satz und Sieg

Hauptsache der Ball wird noch erreicht, das ist das Ziel eines jeden Spielers beim Tennis. Das kann mitunter zu einer Verrenkung, Zerrung, Verstauchung oder einem Bänderriss führen. Zudem kommen beim Tennisspielen häufig akute Verletzungen am Kniegelenk oder Sprunggelenk vor. Hervorgerufen durch Ausrutschen oder schnelle Starts und Stopps, sind Muskeln und Gelenke bei schnellen ruckartigen Bewegungen beim Tennistraining besonders gefordert. Die beste Methode zur Vorbeugung ist auch hier umfassendes Training und richtiges intensives Aufwärmen und Dehnen vor und nach dem Tennisspielen.

Wichtig ist, dass Sie beim Tennis ausreichend trinken und sich im Sommer vor der Sonne schützen. Beenden Sie das Tennistraining oder legen Sie eine Pause ein, sobald sich Schmerzen, Erschöpfung und Müdigkeit bemerkbar machen, denn so haben selbst Profis noch keinen Satz gewonnen und ihre Chance auf den Sieg meist verspielt.

Aktualisiert: 16.09.2015 – Autor: Astrid Vogel

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