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Allergischer Schnupfen

Mann leidet an allergischem Schnupfen © istockphoto, Dirima

Zwischen acht und zwölf Millionen Deutsche leiden an Heuschnupfen, sie haben jedes Jahr wieder unter einer Triefnase und juckenden Augen zu leiden. Jedem sechsten Allergiker macht die Sonne zu schaffen. Jeweils 13 Prozent leiden unter einer Nahrungsmittelallergie oder einer Allergie gegen Hausstaubmilben. Über eine Schimmelpilzallergie klagen 4 Prozent.

Anzahl der Allergiker steigt

Immer mehr und immer jüngere Menschen haben mit Allergien zu kämpfen, sehr hoch wird auch die Dunkelziffer der nicht erkannten Allergien eingeschätzt. Die Gründe für die steigende Zahl von Allergikern ist nicht genau bekannt.

Verantwortlich gemacht werden unter anderem:

  • ein veränderter Lebensstil
  • Umweltbelastungen
  • falsche Ernährung

Allergischer Schnupfen – was verbirgt sich dahinter?

Allergischer Schnupfen teilt man grob in zwei Gruppen: Es gibt den durch Bäume, Gräser oder Kräuter ausgelösten allergischen Schnupfen zur Pollenzeit (Heuschnupfen) und den allergischen Schnupfen, der durch andere Stoffe verursacht wird und das ganze Jahr über auftreten kann.

Hauptauslöser des Heuschnupfens sind drei Gruppen von Pollen:

  • Frühblühende Bäume zwischen Februar und Mai
  • Gräser und Getreide zwischen Mai und Juli
  • Bestimmte Kräuter im Frühherbst

Die häufigste Form ist die Allergie gegen Gräserpollen. Drei Viertel aller Heuschnupfenpatienten sind gegen Gräser- oder Baumpollen allergisch. Mehr als die Hälfte aller bei uns heimischen Heuschnupfenpollen gehören einer Gruppe von etwa einem Dutzend Pflanzen an. Es lohnt sich also herauszufinden, wogegen man allergisch ist.

Was tun bei Heuschnupfen?

Die erste Maßnahme bei Heuschnupfen ist Allergenkarenz. Ganz vermeiden läßt sich der Kontakt meistens jedoch nicht. Wichtig ist jedem Fall den Arzt rechtzeitig aufzusuchen, um die richtige Therapie einzuleiten. Medikamente lindern die Beschwerden deutlich und unterbrechen bei konsequenter Einnahme den bei Heuschnupfen ablaufenden Entzündungsprozess. Bei nur leichten Beschwerden kann der Arzt eine vorbeugende Therapie mit Cromoglicinsäure verordnen.

Eine weitere Möglichkeit ist die sogenannte Desensibilisierung, eine spezifische Immuntherapie bei Heuschnupfen. Es werden mehrfach kleinste Mengen des auslösenden Allergens in steigender Dosierung unter die Haut gespritzt. Die Erfolgsquote liegt bei Pollenallergikern bei etwa 90 Prozent. Voraussetzung ist, daß die auslösenden Allergene bekannt sind.

Heuschnupfen sollte in jedem Fall ernst genommen werden, da sich die Allergie unter Umständen auf die unteren Atemwege ausdehnen und dort Asthma verursachen kann.

Allergischer Schnupfen rund ums Jahr

Neben den Pollen können auch viele andere Substanzen einen allergischen Schnupfen auslösen. Die häufigsten Auslöser sind:

  • Tierhaare
  • Hausstaub (beziehungsweise die Ausscheidungen der Hausstaubmilbe)
  • Schimmelpilze
  • Nahrungsmittel
  • Medikamente

Die Symptome, die durch diese Stoffe ausgelöst werden, sind weitgehend die gleichen wie beim durch Pollen ausgelösten Heuschnupfen. Die Allergie gegen Tierhaare äußert sich in der Regel sehr heftig. Diese Allergie wird besonders häufig von Katze, Hund, Pferd oder Nagetieren ausgelöst.

Die Hausstaubmilbe lebt in jedem Haushalt – auch bei großer Hygiene und Sauberkeit. Sie ist vor allem in Betten, Polstermöbeln oder Teppichen zu finden. Typisch für diese Allergie ist das Auftreten nach dem Aufwachen oder nach dem Mittagsschlaf. Schimmelpilze kommen ebenfalls überall in unserer Umgebung vor – nicht nur in verdorbenen Nahrungsmitteln, sondern auch in Pflanzenerde oder in feuchten Wänden oder Kellern.

Maßnahmen bei Allergien

Folgende Maßnahmen sollten Allergiker beachten, um den Kontakt mit den jeweiligen Allergenen möglichst zu meiden:

  1. Ein Tierhaarallergiker sollte keine Haustiere halten.
  2. Nahrungsmittelallergiker müssen auf die entsprechenden Nahrungsmittel verzichten.
  3. Bei Schimmelpilzallergie sollte die Wohnung auf eventuelle Quellen hin untersucht und gegebenenfalls saniert werden.
  4. Bei Hausstauballergie hilft ebenfalls eine Sanierung der Wohnung. Keine Teppiche, wenig Polster, Spezialmatratzen und Bezüge.

Aktualisiert: 28.03.2017

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