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Kontaktlinsen: Reinigung und Pflege

Damit Kontaktlinsen lange halten und keine Probleme mit den Augen verursachen, benötigen sie die richtige Pflege. Wie Sie Kontaktlinsen richtig reinigen, pflegen und aufbewahren, erfahren Sie im Folgenden. Zudem erklären wir, was bei Problemen mit der Verträglichkeit von Kontaktlinsen-Reinigungsmitteln zu tun ist und was Sie beim Schwimmen mit Kontaktlinsen beachten sollten.

Kontaktlinsenflüssigkeit zur Aufbewahrung und Reinigung

Die Aufbewahrungsflüssigkeit sollte bei jedem Öffnen der Kontaktlinsendose beziehungsweise jedem Tragen der Linse gewechselt werden. Nach dem Anbruch sollte die Flasche immer gut verschlossen und die Lösung innerhalb weniger Wochen verbraucht werden. Ansonsten droht die Gefahr, dass Keime eindringen, sich auf der Kontaktlinse absetzen und möglicherweise Entzündungen an den Augen verursachen.

Vom Abspülen der Linsen mit Leitungswasser wir häufig abgeraten – der enthaltene Kalk schädigt sie möglicherweise und eventuell vorhandene Keime können zu Entzündungen am Auge führen. Auch wenn in Deutschland das Wasser gemeinhin als ausreichend sauber gilt, empfiehlt es sich, zumindest vor dem Einsetzen ins Auge besser mit der speziellen Kontaktlinsenflüssigkeit abzuspülen. Werden die Linsen dagegen nach dem Spülen in die Desinfektionslösung gegeben, werden mögliche Keime gegebenenfalls abgetötet.

Verträglichkeit von Kontaktlinsen-Reinigungsmitteln

Gelegentlich treten Allergien gegen die Kontaktlinsen-Reinigungsmittel auf. Bei entsprechenden Anzeichen – Jucken, Brennen, Rötungen des Auges oder der Umgebung – sollte man auf jeden Fall sofort mit dem Augenarzt Rücksprache halten, anstatt wahllos ein anderes Reinigungsmittel zu benutzen. Es muss erst abgeklärt werden, welche Substanzen die Allergie auslösen.

Die Rolle der Tränenflüssigkeit

Auch die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit spielt eine große Rolle für den Tragekomfort. Klimatische Veränderungen in der unmittelbaren Umgebung, Medikamente, hormonelle Vorgänge und das Allgemeinbefinden spielen hier eine wichtige Rolle. Wer unter sehr trockenen Augen leidet, dem kann mit speziellen Augentropfen geholfen werden.

Schwimmen mit Kontaktlinsen

Ob man beim Schwimmen Kontaktlinsen tragen darf oder besser nicht, darüber gehen die Meinungen auseinander. Zu beachten sind vor allem zwei Punkte:

  • Verlust der Linse: Besonders die harten Linsen gehen im Wasser bei offenen Augen schnell verloren, da sie nur auf dem Tränenfilm des Auges schwimmen. Weiche Linsen haften dagegen auch im Wasser besser, können aber ebenfalls von einer Welle oder Ähnlichem herausgespült werden.
  • Entzündungsgefahr: Besonders die weichen Linsen saugen sich mit Wasser voll und nehmen damit auch eventuell darin enthaltene chemische Substanzen (zum Beispiel Chlor) oder Keime auf. Diese schädigen zwar nicht die Kontaktlinse selbst, aber möglicherweise das Auge. Einige Untersuchungen zeigten, dass das Tragen von Kontaktlinsen beim Schwimmen der häufigste Auslöser einer keimbedingten Hornhautentzündung ist.

Abhilfe schaffen mehrere Dinge: Das Tragen einer Schwimmbrille (oder zumindest beim Schwimmen immer die Augen leicht geschlossen halten), das gründliche Reinigen und Desinfizieren der Linse direkt nach dem Schwimmen und/oder das Benutzen von Einmallinsen. Besonders wichtig ist es, niemals mit ungereinigten und nicht desinfizierten Linsen nach dem Schwimmen zu schlafen.

Aktualisiert: 25.06.2019 – Autor: Dagmar Reiche

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