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Alzheimer und Demenz: Symptome

Prinzipiell wird die Krankheit in drei Stadien eingeteilt, die nach Diagnosestellung in 3 bis 7 Jahren durchlaufen werden. Allerdings verläuft die Alzheimer-Demenz bei jedem anders und unvorhersehbar, auch wechseln sich oft "schlechte" Phasen oder schubweise Verschlechterungen mit stabilen Phasen ab.

Stadien der Alzheimer-Demenz

  • Im ersten Stadium, auch als leichte Demenz bezeichnet, stehen Störungen des Kurzzeitgedächtnisses im Vordergrund. Die Betroffenen vergessen, wohin sie ihren Schlüssel gelegt haben, worüber kurz vorher gesprochen wurde, was sie einkaufen wollten. Zum Teil zeigen sich Wortfindungsstörungen; es fällt schwer, Gedanken und Wahrnehmungen richtig einzuordnen. Bekannte Wege werden plötzlich zu unbekannten Irrwegen. In dieser Phase ist das Urteilsvermögen noch intakt und die Betroffnen nehmen ihre Einschränkungen wahr. Meist ist noch ein unabhängiges Leben möglich, evtl. mit gewissen Einschränkungen (beispielsweise nicht mehr selbst Autofahren).
  • Die anfänglich leichten Symptome verstärken sich im zweiten Stadium: Der Gedächtnisverlust wird ausgeprägter und breitet sich auf weiter Zurückliegendes aus, das Sprachvermögen wird schlechter. Auch in bekannter Umgebung wie der eigenen Wohnung findet sich der Betroffene nicht mehr zurecht, er erkennt auch vertraute Gegenstände und Menschen nicht mehr. Bei alltäglichen Tätigkeiten wie Anziehen, Waschen oder Essen wird Hilfe benötigt. Typisch sind auch Veränderungen der Persönlichkeit: Die Betroffenen sind verwirrt, ängstlich oder aggressiv.
  • Im dritten Stadium sind zunehmend auch körperliche Funktionen beeinträchtigt. Die Schädigung im Gehirn erreicht Kontrollzentren, die beispielsweise für die Blasen- und Darmkontrolle, das Schlucken oder das Gleichgewicht zuständig sind.

Anfängliche Symptome erkennen

Die Veränderungen können anfangs noch kaum wahrnehmbar sein und werden dann häufig auch einer "Altersvergesslichkeit" zugeschrieben. Aufmerken sollte man, wenn die Anzeichen zunehmen, diese die Arbeit beeinträchtigen, gewohnte Handlungen Probleme bereiten oder die Orientierung immer stärker nachlässt. Auch abrupte Stimmungsschwankungen und Wachsendes Desinteresse an Familie und Hobbys können mögliche  Symptome einer beginnenden Alzheimer-Krankheit sein.

Aktualisiert: 18.08.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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