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Pigmentflecken richtig entfernen

Ärztin untersucht Pigmentflecken © istockphoto, AlexRaths

Pigmentflecken entstehen ähnlich wie Muttermale dadurch, dass in bestimmten Bereichen der Haut vermehrt Melanin produziert wird. Die Flecken an sich sind zwar nicht gefährlich, allerdings werden sie häufig als optisch störend empfunden. In solchen Fällen können die Pigmentflecken von einem Hautarzt entfernt werden. Ihm stehen mit Laser, Peeling und Bleichcreme verschiedene Methoden zur Verfügung. Lesen Sie hier mehr über die Ursachen sowie die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten von Pigmentflecken.

Vermehrte Produktion von Melanin

Bei den wenigsten Menschen ist die Haut makellos schön. Häufig treten kleinere oder größere Pigmentstörungen auf – beispielsweise Sommersprossen oder Altersflecken. Die Flecken sind meist bräunlich oder rötlich. Im Unterschied zu Muttermalen sind Pigmentflecken in der Regel nicht tastbar.

Die Flecken werden durch eine vermehrte Produktion des Hautfarbstoffes Melanin hervorgerufen. Dieser wird von bestimmten Hautzellen – den sogenannten Melanozyten – hergestellt. Normalerweise schützen uns diese Zellen vor UV-Strahlung und sorgen im Sommer für die Bräune der Haut. Bilden einige Stellen besonders viel Melanin, entstehen auf der Haut Pigmentflecken.

Ursachen von Pigmentflecken

Warum an bestimmten Körperstellen vermehrt Melanin produziert wird, kann verschiedene Ursachen haben. Neben der Veranlagung und zu viel schädlicher UV-Strahlung spielen vor allem hormonelle Veränderungen eine Rolle. Solche Veränderungen können bei Frauen beispielsweise während der Schwangerschaft oder den Wechseljahren, aber auch durch die Einnahme der Pille auftreten. Teilweise bilden sich die Pigmentflecken dann zurück, wenn wieder ein hormonelles Gleichgewicht entsteht.

Ebenso können bestimmte Erkrankungen zu Pigmentstörungen führen. Als Ursache kommen unter anderem in Frage:

  • Hauterkrankungen wie Akne oder Schuppenflechte
  • Infektionskrankheiten wie Herpes Zoster
  • Tumore
  • Zöliakie
  • Stoffwechselstörungen
  • Mangel an Folsäure oder Vitamin B12

Daneben können auch Medikamente, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, zu Pigmentstörungen führen. Zu diesen Medikamenten zählen unter anderem Antibiotika, einige Chemotherapeutika sowie Produkte mit Johanniskraut.

Wichtig: Lassen Sie Hautveränderungen, die Ihnen besorgniserregend erscheinen, immer von einem Hautarzt kontrollieren. In einigen Fällen kann hinter einer solchen Veränderung nämlich auch Hautkrebs stecken.

Weiße Flecken auf der Haut

Während es bei vielen Pigmentstörungen durch eine erhöhte Melanin-Konzentration zu rötlichen oder bräunlichen Flecken auf der Haut kommt, gibt es auch Störungen, bei denen zu wenig Melanin produziert wird. In einem solchen Fall kommt es zu weißen Flecken, die überwiegend an den Händen und im Gesicht auftreten. Dieses Phänomen wird als Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) bezeichnet.

Warum die weißen Flecken auf der Haut auftreten, konnte bislang noch nicht endgültig geklärt werden. Es wird vermutet, dass bei den Betroffenen eine genetische Veranlagung vorliegt. Vitiligo ist nicht heilbar, durch eine Bestrahlung mit UV-Licht können die Symptome jedoch abgemildert werden.

Pigmentflecken behandeln mit Laser

Harmlose Pigmentflecken bedürfen an sich eigentlich keiner Behandlung. Werden sie jedoch als kosmetisch störend empfunden, können die Flecken entfernt werden. Am besten lassen sich kleinere Pigmentstörungen durch eine Laserbehandlung entfernen. Durch den Laser werden die Pigmentansammlungen zerstört und anschließend von Immunzellen abtransportiert. Dadurch verschwinden die dunklen Flecken auf der Haut.

Pigmentflecken entfernen: weitere Methoden

Neben der Laserbehandlung gibt es noch andere Möglichkeiten, um Pigmentflecken zu entfernen. So können die Flecken mit einem Skalpell abgetrennt, mit Stickstoff vereist oder mit einem Säure-Peeling behandelt werden.

Um Narben und unschöne Hautflecke zu vermeiden, sollten Sie die Behandlung immer einem erfahrenen Hautarzt überlassen. Da der behandelte Hautbereich nach der Entfernung des Fleckes besonders empfindlich ist, muss er sorgfältig vor der Sonne geschützt werden.

Pigmentflecken können wiederkommen

Auch wenn ein Pigmentfleck einmal entfernt wurde, kann er nach einiger Zeit wieder auftreten oder es können sich an anderen Stellen neue Flecken bilden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Haut über Jahre einer erhöhten UV-Strahlung ausgesetzt war. Sind die Melanozyten einmal besonders aktiv, ist ihr Aktivitätslevel nämlich nur schwer wieder zu senken.

Flecken mit Cremes entfernen

Pigmentflecken lassen sich auch mit Hilfe von speziellen Bleichcremes entfernen. Solche Cremes sind insbesondere bei leichten Verfärbungen effektiv. Einige Produkte sind frei verkäuflich, andere nur auf ärztliches Rezept hin erhältlich.

Hierbei handelt es sich meist um Cremes, die den Wirkstoff Hydrochinon höher dosiert enthalten. Da der Wirkstoff in Verdacht steht, schwach krebserregend zu sein, sollte er maximal über einen Zeitraum von drei Monaten angewendet werden.

Tipps zur Anwendung von Bleichcremes

Bleichcremes sollten immer nur punktuell auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Meist werden sie morgens und abends angewendet. Am Morgen sollten Sie danach noch großzügig Sonnencreme auftragen, da die Haut durch die Bleichcreme lichtempfindlicher wird.

Bei sehr hellen Flecken können sich bereits nach vier Wochen Behandlungserfolge einstellen, in der Regel dauert es aber mindestens zwei Monate, bis die Flecken verbleichen.

Bleichmittel sollten Sie immer nur nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt anwenden, denn die Cremes sind nicht ganz ungefährlich: Durch die Anwendung können teilweise starke Hautirritationen hervorgerufen werden. Wenn Sie eine solche Reaktion bei sich bemerken, sollten Sie die Behandlung einstellen und einen Arzt aufsuchen.

Pigmentflecken vorbeugen

Pigmentstörungen kann man nicht in jedem Fall vorbeugen, da sie oftmals genetisch oder hormonell bedingt sind. Frauen, die unter einer Pigmentstörung leiden, können darüber nachdenken, auf eine nicht-hormonelle Verhütungsmethode umzusteigen. Daneben lässt sich Pigmentflecken aber auch dadurch vorbeugen, dass Sie einen Mangel an Folsäure oder Vitamin B12 vermeiden.

Wichtig ist zudem, dass Sie auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten. Denn vermutlich spielt auch die UV-Strahlung bei der Entstehung von Pigmentflecken eine Rolle. Achten Sie deswegen nicht nur im Urlaub, sondern auch bei alltäglichen Tätigkeiten im Freien auf einen ausreichenden Schutz. So verhindern Sie nicht nur die Entstehung von unschönen Hautflecken, sondern können auch Hautkrebs vorbeugen.

Aktualisiert: 21.09.2018 – Autor: Kathrin Mehner

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