Malaria - Behandlung und Vorbeugung

Grundsätzlich wird Malaria medikamentös behandelt. Die verschiedenen Medikamente töten die Malariaerreger ab. Leichtere Formen können ambulant, eine Malaria tropica muss wegen der Komplikationsgefahr immer stationär therapiert werden. Außerdem hängt die Behandlung einer Malaria davon ab, welcher Erreger vorliegt, ob er Resistenzen gegen ein Medikament aufweist, wie schwer der Krankheitsverlauf ist und ob im Vorfeld bereits Medikamente eingenommen wurden.

Vorbeugung von Malaria

Leider gibt es bisher keine Impfung gegen Malaria. Um sich gegen die Malariaerreger zu schützen, können Sie entweder Maßnahmen ergreifen, um nicht gestochen zu werden (das nennt man Expositionsprophylaxe), oder vorsorglich Medikamente nehmen, die die Erreger abtöten, sobald sie sich in Ihrem Körper befinden (Chemoprophylaxe). Zur Expositionsprophylaxe können Sie folgende Maßnahmen treffen:

  • Halten Sie sich in moskitosicheren Räumen auf, die mit Fliegengittern und einer Klimaanlage präpariert sind.
  • Schlafen Sie unter Moskitonetzen, die mit insektenabtötenden Substanzen imprägniert sind (die Mücken sind nachtaktiv)!
  • Tragen Sie moskitosichere Kleidung wie lange Hosen, Socken, langärmelige Blusen oder Hemden.
  • Benutzen Sie Insekten-Repellents (Mückenabwehrsprays).

Die Chemoprophylaxe bietet zwar keinen absoluten Schutz vor einer Ansteckung, erhöht aber Ihre Sicherheit. Welche Medikamente Sie nehmen sollten, hängt von Reiseziel, Reisezeit und -dauer sowie von Ihrem Reisestil ab – eine mehrwöchige Rucksacktour in der Regenzeit im Norden Thailands ist riskanter als ein Kurztrip in eine Hotelanlage im Süden. Stimmen Sie sich mit Ihrem Arzt ab und informieren Sie sich beim Robert-Koch-Institut (www.rki.de) oder dem Hamburger Tropeninstitut (www.gesundes-reisen.de) hinsichtlich Prophylaxeempfehlungen für Ihr Reisegebiet. Außerdem können Sie ein "Standby"-Mittel in den Urlaub mitnehmen, das ist ein Medikament, was Sie bei malariaverdächtigen Symptomen sofort einnehmen - dann sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. In Malariagebieten erhofft man sich eine Verdrängung der infizierten Mücken durch gentechnisch veränderte Formen, die gegen Malaria resistent sind.

Aktualisiert: 23.01.2017 – Autor: Nathalie Blanck

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