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Bauchspeicheldrüsenkrebs: Symptome und Behandlung

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist für Betroffene oft schwer zu erkennen, denn lange Zeit verursacht der Krebs keine oder allenfalls milde und uncharakteristische Beschwerden. Deshalb wird die Diagnose bei über der Hälfte der Patienten erst in einem Stadium gestellt, in dem der Krebs bereits weit fortgeschritten ist und Tochtergeschwülste gebildet hat. Lesen Sie hier, welche Symptome auftreten können und wie die Behandlung des Pankreaskarzinoms erfolgt.

Symptome von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Auch wenn erste Anzeichen von Bauchspeicheldrüsenkrebs oft schwach oder uncharakteristisch auftreten, so können sich mit der Zeit oft stärkere Symptome zeigen. Folgende Anzeichen bedürfen dringend einer Abklärung:

  • anhaltende Müdigkeit, Leistungsschwäche
  • Appetitlosigkeit, unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Übelkeit, Durchfall
  • Juckreiz
  • Bauchschmerzen (meist gürtelförmig von vorn nach hinten) oder auch Rückenschmerzen (die Bauchspeicheldrüse liegt vor der Wirbelsäule und der Tumor kann dort drücken)
  • Gelbfärbung der Augenbindehäute und der Haut
  • Thrombosen unklarer Ursache

So entstehen die Symptome

Die Symptome entstehen meist dadurch, dass der Tumor auf umliegendes Gewebe und Nachbarorgane drückt. Liegt er am gemeinsamen Ausführungsgang von Bauchspeicheldrüse und Gallenblase, verlegt er diesen eventuell, sodass sich die Sekrete zurückstauen, statt in den Dünndarm abzufließen. Das verursacht Verdauungsbeschwerden und die Gelbsucht; außerdem kann sich die Bauchspeicheldrüse entzünden. Die Funktion der Bauchspeicheldrüse, insbesondere die Insulinproduktion bleibt jedoch meist recht lange erhalten.

Bei den seltenen hormonproduzierenden Tumoren kann es zu Symptomen durch den Hormonüberschuss kommen.

Untersuchungen und Diagnose beim Pankreaskarzinom

Bei entsprechendem Verdacht wird der Arzt nach der körperlichen Untersuchung zur Sicherung der Diagnose vor allem mit bildgebenden Verfahren nach dem Tumor suchen. Dazu gehören zunächst:

  • Ultraschalluntersuchung (Bauchsonografie)
  • Computertomografie (CT)
  • Kernspintomografie (MRT)

Anschließend folgen Röntgenaufnahmen, eine Spiegelung von Magen, Gallen- und Bauchspeicheldrüsengängen (ERCP), eine Gewebeentnahme (Biopsie) sowie Blutuntersuchungen. Diese Verfahren dienen dazu, die genaue Ausdehnung des Tumors zu bestimmen und zu prüfen, ob der Krebs bereits gestreut hat – wichtige Informationen für die Therapie und Prognose.

Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Die Therapie des Pankreaskarzinoms richtet sich nach der Ausdehnung des Tumors und vorhandenen Metastasen. Ist der Krebs noch auf die Bauchspeicheldrüse begrenzt, wird er bei einer Operation entfernt – zusammen mit dem umliegenden Bauchspeicheldrüsengewebe oder dem gesamten Organ.

Dabei werden meist auch Teile von Magen, Dünndarm und Gallenwegen entfernt (Whipple-Operation) – ein belastender Eingriff mit einer großen Sterblichkeitsrate, der in spezialisierten Kliniken durchgeführt wird. Je nach Lage des Tumors wird bisweilen auch gleichzeitig die Milz entfernt.

Nach der Operation schließt sich in manchen Fällen eine Chemotherapie an. Ist die Bauchspeicheldrüse entfernt, müssen unter anderem die dadurch fehlenden Verdauungsenzyme ersetzt und Insulin gespritzt werden.

Palliative Therapie

Kann das Geschwulst nicht entfernt werden, ist also keine Heilung des Bauchspeicheldrüsenkrebs möglich, kommen Bestrahlung und Chemotherapie zum Einsatz – um Schmerzen zu lindern und die Verdauung aufrecht zu erhalten (palliative Therapie). Bei einem Gallestau kann auch in die verengten Gänge ein Röhrchen eingelegt oder eine künstliche Verbindung zwischen Gallengang und Darm, beziehungsweise nach außen geschaffen werden, damit die Gallenflüssigkeit abfließen kann. Zudem werden Schmerzmittel gegeben und gegebenenfalls Schmerzbahnen im Bauchraum verödet.

Aktualisiert: 09.01.2020 – Autor: Dagmar Reiche

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