Brustkrebs – Symptome und Diagnose

Brustschmerzen als Symptom von Brustkrebs © istockphoto, Zinkevych

Auch ohne Beschwerden oder Anzeichen kann sich bereits ein Brustkrebs oder eine Vorstufe eines Mammakarzinom gebildet haben. Die Bandbreite an Beschwerden ist groß, weshalb diese nicht immer eindeutig zugeordnet werden können. Im Folgenden werden Symptome und Diagnose von Brustkrebs näher erläutert.

Anzeichen, die auf Brustkrebs hinweisen

Folgende Anzeichen beziehungsweise Symptome sollten in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden, zumal wenn diese Symptome neu auftreten:

  • Tastbare Verhärtungen
  • Tastbare Knoten
  • Veränderung von Form oder Größe einer Brust
  • Veränderung der Brust in ihrer Beweglichkeit beim Anheben der Arme
  • Einziehungen der Haut oder Brustwarze ("Orangenhaut")
  • Veränderungen des Aussehens, der Farbe oder Empfindlichkeit an bestimmten Stellen der Brust
  • Flüssigkeitsabsonderungen aus einer Brustwarze
  • Vergrößerte Achsellymphknoten
  • Knotige Achsellymphknoten
  • Ziehen oder Brennen in einer Brust
  • Sonstige Schmerzen an einer Brust

Im besten Fall haben die Symptome eine harmlose Ursache, beispielsweise hormonbedingte Verhärtungen oder eine Infektion. Doch selbst wenn Brustkrebs vorliegt, verbessert schnelles Handeln nach Auftreten der Symptome die Heilungschancen dieser Krebsart.

Abtasten als Selbstuntersuchung

Um etwaige Symptome frühzeitig zu erkennen, sollte jede Frau ab dem 30. Lebensjahr ihre Brust regelmäßig selbst abtasten. Diese Selbstuntersuchung findet am besten einmal im Monat etwa eine Woche nach Beginn der Periode statt. So können mögliche Beschwerden oder Symptome entdeckt werden.

Durch das regelmäßige Anschauen und Abtasten lernt die Frau ihr Brustgewebe sehr gut kennen und bemerkt frühzeitig Veränderungen, welche ein Anzeichen für Brustkrebs sein können. Auch der Frauenarzt wird bei der Untersuchung zunächst die Brüste im Seitenvergleich anschauen und abtasten; dazu gehört auch das Tasten der Lymphknoten in den Achselhöhlen.

Mammographie und Ultraschall zur Untersuchung der Brust

Besteht der Verdacht auf Brustkrebs oder sind die Veränderungen nicht zuzuordnen, wird der Arzt eine Mammographie in die Wege leiten. Bei dieser speziellen Röntgenuntersuchung der Brust lassen sich winzige Kalkherde (Mikrokalk) als Zeichen von Umbauprozessen, Knoten, Hautverdickungen und andere Gewebsveränderungen der Brust erkennen.

Heute gehört zur Diagnostik von Brustkrebs auch die Sonographie: Mit der Ultraschalluntersuchung lassen sich Knoten und Zysten unterscheiden, je nach Gewebe liefert sie bessere Bilder als die Mammographie. In seltenen Fällen und bei noch immer bestehenden Unklarheiten wird zusätzlich die Kernspintomographie (Mamma-MRT) eingesetzt.

Diagnose Brustkrebs

Mit einer Gewebeprobe lässt sich bei der feingeweblichen Untersuchung unter dem Mikroskop feststellen, ob die auffällige Region gutartig oder ein Mammakarzinom ist. Meist wird eine Stanzbiopsie unter örtlicher Betäubung durchgeführt, bei der mit einer rund 1,5 mm dicken Hohlnadel aus dem Gewebe drei bis fünf zylinderförmige Proben ausgestanzt werden.

Seit neuestem vermuten die Forscher, dass bei Brustkrebs im Drüsengewebe die Konzentration von Ferroportin, einem Transporteiweiß für Eisen, zu gering und damit die Konzentration von freiem Eisen zu hoch ist. Offensichtlich kurbeln Veränderungen im Eisenstoffwechsel das Wachstum von Krebszellen an. Damit könnte in Zukunft die Bestimmung des Eisenspiegels in die Tumordiagnostik Eingang finden und Aussagen zur Aggressivität des Tumors und damit zur Prognose erlauben.

Aktualisiert: 12.09.2019 - Autor: Dagmar Reiche

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