Plattenepithelkarzinom (Spinaliom)

Plattenepithelkarzinome

Das Plattenepithelkarzinom ist ein bösartiger Hauttumor, der auch unter Stachelzellkrebs oder Spinaliom bekannt ist. Plattenepithelkarzinome sind die zweithäufigste bösartige Art von Hautkrebs. Circa 22.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland neu an Stachelzellkrebs, Tendenz steigend. Bei diesem Hautkrebs gibt es eine Vorstufe, die aktinische Keratose genannt wird.

Aktinische Keratose kann der erste Schritt zum Plattenepithelkarzinom sein und tritt an jenen Körperstellen auf, die häufig der Sonne ausgesetzt sind: Nase, Stirn, Schläfen, Unterlippe und Handrücken. Bei Männern sind besonders auch Ohren, Nacken und gegebenenfalls Glatze gefährdet.

Wer ist betroffen?

Wer sich über viele Jahre intensiver UV-Strahlung aussetzt, kann an einem Stachelzellkrebs erkranken. Besonders betroffen von Stachelzellkrebs sind deshalb Personen, die im Freien arbeiten oder regelmäßig Sonnenbäder nehmen.

Aber auch Menschen mit heller Haut, blonden oder roten Haaren und blauen oder grünen Augen tragen ein erhöhtes Risiko. 

Aktinische Keratose als Vorstufe von Stachelzellkrebs

Typisch für die aktinische Keratose ist eine schuppige oder krustige Erhebung auf der Hautoberfläche, die sich wie Sandpapier anfühlt. Sie ist nicht bösartig und lässt sich sehr gut behandeln, z.B. mit speziell hierfür entwickelten Salben und der photodynamischen Therapie.

Wird die aktinische Keratose nicht entfernt, besteht ein erhöhtes Risiko, dass daraus Stachelzellkrebs entsteht, da circa zehn Prozent der aktinischen Keratosen im Laufe der zu erwartenden Lebensspanne entartet. Dies geschieht in etwa fünf Prozent der Fälle. Am häufigsten erkranken Menschen um das 70. Lebensjahr an Stachelzellkrebs. Aufgrund der geänderten Freizeitgewohnheiten tritt ein Plattenepithelkarzinom aber zunehmend auch bei jüngeren Patienten auf.

Aktualisiert: 26.10.2017 – Autor: Arbeitsgemeinchaft Dermatologische Prävention e. V.

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