Emphysem - Diagnose

Wie äußert sich ein Emphysem?

Da das Emphysem meist Folge einer bereits länger andauernden Lungenerkrankung ist, zeigen sich ausgeprägte Beschwerden. Typisch ist Atemnot, die anfänglich nur bei Belastung, später auch in Ruhe auftritt. Husten kann, aber muss nicht vorhanden sein.

Durch die verstärkte Atemarbeit, die sich durch eine erhöhte Atemfrequenz und Atemgeräusche bemerkbar macht, nimmt der Brustkorb eine fassförmige Form an. Da nicht mehr ausreichend Sauerstoff im Blut ankommt, haben die Patienten eine Zyanose (Blaufärbung von Lippen, Nägeln und Schleimhäuten). Sie verlieren Gewicht und Muskelmasse und sind anfällig für Infektionen.

Herzschwäche als Folge des Emphysems

Durch die Destruktion des Gewebes werden auch Blutgefäße zerstört, was eine Druckerhöhung im Lungenkreislauf zur Folge hat. Die rechte Herzkammer muss verstärkt pumpen und verdickt sich deshalb zunehmend. Irgendwann schafft der Herzmuskel die Belastung nicht mehr, wird schlaff und groß und das Blut staut sich in den Körperkreislauf zurück.

Diese Rechtsherzschwäche (Cor pulmonale) führt u.a. zu Beinödemen, Bauchwassersucht und Blutstau in Leber und Magen.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Neben der Krankengeschichte und den Beschwerden sind Veränderungen typisch, die der Arzt beim Abklopfen und Abhören der Lunge hören kann. Wichtig nicht nur für die Diagnose, sondern auch die Therapie ist eine Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie). Die geblähten Lungenflügel lassen sich gut im Röntgenbild oder einer computertomografischen Aufnahme des Brustkorbs erkennen.

Aktualisiert: 12.01.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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