Emphysem - Therapie

Welche Therapie gibt es und worauf muss der Erkrankte achten?

Die Behandlung hat zum Ziel, dass die Erkrankung nicht fortschreitet und der Betroffene gut damit leben kann; bereits eingetretene Veränderungen sind nicht rückgängig zu machen. Wichtigste Maßnahmen sind striktes Nichtrauchen und das Meiden von Umweltreizen und allergieauslösende Substanzen. Daneben kommen Atemgymnastik, Inhalation und Klopfmassagen, Medikamente zur Inhalation oder in Tablettenform (v.a. Kortison und Mittel zur Atemwegserweiterung) und später die Sauerstofflangzeit-Therapie (mindestens 16 Std. täglich) zum Einsatz. Im Endstadium muss auf eine künstliche Beatmung mittels Maske oder Schlauch umgestiegen werden.

Operativer Eingriff nur selten nötig

In Einzelfällen sind operative Maßnahmen, z.B. eine Volumenreduktion oder bei jüngeren Patienten eine Lungentransplantation angezeigt, aber nur begrenzt erfolgversprechend. Prinzipiell sind eine enge Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt und Kontrollen durch ihn wichtig. Medikamente müssen regelmäßig und richtig eingenommen werden, Infekte vermieden (z.B. durch Impfungen) und – falls doch eingetreten – schnell und konsequent behandelt werden. Der Betroffene sollte lernen, Verschlechterungen seiner Krankheit früh zu erkennen und behandeln (zu lassen).

Zu den wichtigen Körpersignalen bei Lungenerkrankungen gehören Husten, Auswurf, Atemnot, der Bedarf an Medikamenten und sinkende Peakflow-Werte (Ausatemwerte, die von den Betroffenen regelmäßig selbst bestimmt werden können). Sinnvoll ist immer eine Patientenschulung – Adressen vermittelt der Hausarzt. Da die bereits eingetretenen Veränderungen des Lungengewebes endgültig sind, wird die Prognose stark davon beeinflusst, wie gut es gelingt, den Krankheitsverlauf zu verzögern und Komplikationen zu vermeiden. Prinzipiell sind Lebenserwartung und -qualität stark eingeschränkt.

Aktualisiert: 12.01.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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