Colitis ulcerosa – Symptome

Eines der wichtigsten Symptome bei Colitis ulcerosa ist blutig-schleimiger Durchfall bis zu zwanzig Mal täglich. Ist nur der Enddarm von der Entzündung bei Colitis ulcerosa betroffen, kann der Stuhl auch normal geformt sein und das Blut ist aufgelagert. Die Betroffenen von Colitis ulcerosa klagen meist über krampfartige Schmerzen im Beckenboden- und Analbereich bei der Stuhlentleerung, seltener auch über linksseitige Bauchschmerzen.

Colitis ulcerosa: Symptome und Anzeichen

Je nach Schwere der Colitis ulcerosa kommt es auch zu Symptomen wie Verstopfung, Fieber, allgemeiner körperlicher Schwäche, Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit und Übelkeit. In den meisten Fällen von Colitis ulcerosa, etwa bei 85 Prozent der Betroffenen, wechseln sich akute Schübe mit beschwerdefreien Phasen ab, die auch über Jahre dauern können (chronisch-rezidivierend).

Oft lösen vermehrte körperliche oder psychische Belastungen eine neue Attacke von Colitis ulcerosa aus.

Es gibt aber auch Verlaufsformen bei Colitis ulcerosa, bei denen die Entzündungsreaktionen ständig in wechselnder Ausprägung stattfinden (chronisch-kontinuierlich) oder die plötzlich mit schwersten, lebensbedrohlichen Durchfällen, Krämpfen, Fieber und Schock beginnen (akut-fulminant).

Weitere Symptome von Colitis ulcerosa

Nicht selten zeigen sich bei Colitis ulcerosa auch Symptome außerhalb des Darmtrakts. Etwa fünf Prozent der Betroffenen leiden an schmerzhaften Veränderungen der Haut an den Unterschenkelstreckseiten. Diese präsentieren sich entweder als gerötete, überwärmte, walnussgroße Erhabenheiten (Erythema nodosum) oder als scharf begrenzte Geschwüre (Pyoderma gangraenosum). Ein Viertel der Colitis ulcerosa Patienten leiden unter Schmerzen im Bereich der Knie- und Sprunggelenke, ein Fünftel unter Veränderungen der Leber und Gallenwege. Seltener sind Symptome an den Augen wie Entzündungen der Binde- oder Regenbogenhaut und Nierensteinleiden.

Besteht die Colitis ulcerosa länger und zeigt einen ausgedehnten Befall, erhöht sich das Risiko, an einem Dickdarmkrebs zu erkranken – nach zehn Jahren Krankheitsverlauf um das vier- bis zehnfache im Vergleich zur Normalbevölkerung.

Eine lebensbedrohliche, wenn auch seltene Komplikation als Folge einer schweren Entzündungsattacke ist das toxische Megakolon, eine Lähmung der Darmmuskulatur. Dadurch wird der Darminhalt nicht weiterbewegt, der Darm bläht sich und Gifte und Bakterien gelangen in den Blutkreislauf. Es besteht die Gefahr einer Bauchfellentzündung (Peritonitis) und eines Darmdurchbruchs (Perforation) – ausgelöst durch Colitis ulcerosa.

Aktualisiert: 11.01.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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