Baldrian

Baldrian © istockphoto, marilyna

Baldrian ist in Europa und Asien heimisch, in Nordamerika wurde die Pflanze eingebürgert. Die Droge entstammt vorwiegend dem Anbau in Japan, den USA, Holland, Belgien, Osteuropa und in zunehmendem Maße auch Thüringen. Als Droge werden die Wurzelstöcke (Rhizome), die Wurzeln und deren Ausläufer (Valerianae radix) verwendet.

Typische Merkmale von Baldrian

Baldrian ist eine zwischen 30 cm und 2 m hoch wachsende, mehrjährige Staude mit gefiederten Blättern. Die Pflanze trägt kleine weißrosa Blüten, die in flachen Trugdolden stehen. Der aromatisch riechende Wurzelstock mit zahlreichen Wurzeln liegt unterirdisch. Der Gemeine Baldrian umfasst einen Artenkomplex mit zahlreichen Unterarten.

Der Wurzelstock ist hellbraun und eiförmig und hat etwa die Größe eines Fingerhutes. Er trägt zahlreiche helle bis graubraune Wurzeln, die etwa 1-3 mm dick und mehrere Zentimeter lang sind. Seltener sind auch graubraune, knotig verdickte Ausläufer Bestandteil der Droge.

Geschmack und Geruch von Baldrian

Baldrian verströmt einen sehr charakteristischen, angenehmen Geruch. Der im Volksmund gebräuchliche Name "Katzenkraut" beruht darauf, dass Baldrian durch seinen Geruch angeblich Katzen anlockt. Da Katzen sehr gut sehen können, dachte man früher auch, Baldrian sei ein Augenheilmittel.

Der typische Geruch soll der Legende nach auch dem Rattenfänger von Hameln bei der Rattenjagd geholfen haben: Der an seinem Gürtel befestigte Baldrianzweig soll die Ratten angelockt haben. Der Geschmack von Baldrianwurzel ist süßlich-würzig und leicht bitter.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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