Beifuß

Gemeiner Beifuß © istockphoto, nancykennedy

Die Pflanze ist in den gemäßigten Klimazonen Europas und Asiens heimisch; in Nordamerika wurde sie eingebürgert. Sie wächst vornehmlich an Schuttplätzen, Brachflächen, Hecken, Bahndämmen und Flussufern. Die Droge, Beifußkraut oder Artemisiae herba, entstammt Wildvorkommen in Osteuropa.

Beifuß: Welche Pflanzenteile finden medizinische Anwendung?

Zumeist werden die Blätter oder oberirdischen Teile der Pflanze (Artemisiae herba) als Droge verwendet. Gelegentlich finden auch die Wurzeln Anwendung.

Typische Merkmale von Beifß

Beifuß ist eine mehrjährige Staude, die bis zu 1m hoch werden kann. Die Blätter sind stark zerteilt; obenseitig sind sie dunkelgrün, unterseitig silbrig und behaart.

Die Pflanze trägt unscheinbare, gelbe bis rot-braune Blütenköpfchen, die in einer endständigen Rispe stehen.

Was macht die Arznei aus?

Als Droge verwendet man in der Regel die 60-70 cm langen Sprossspitzen, die während der Blütezeit gesammelt werden. Die Schnittdroge beinhaltet häufig lanzettähnliche, ganzrandige oder gezähnte Blattzipfel. Die einzelnen Blattstücke zeigen oben eine dunkel- bis schwarz-grüne Färbung, die Unterseite ist silbrig und filzig behaart. Die Haare bewirken einen klumpigen Zusammenhalt der einzelnen Blattfragmente.

Bestandteil der Droge sind außerdem viele eiförmige Blütenkörbchen mit dachziegelartig angeordneten Hüllkelchblättern und gelben bis rötlichen Blüten. Im Gegensatz zum Wermut ist der Blütenstandsboden unbehaart.

Wie riecht und schmeckt Beifuß?

Beifußkraut verbreitet einen recht angenehmen, aromatischen Geruch. Geschmacklich ist Beifußkraut würzig und leicht bitter.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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