Beinwell

Beinwell © istockphoto, LianeM

Die Pflanze stammt aus fast ganz Europa und Westasien (Sibirien), in Nordamerika wurde Beinwell eingebürgert. Beinwell ist auch eine beliebte Gartenpflanze und wird heute gewerbsmäßig angebaut. Das Drogenmaterial stammt aus Kulturen, vornehmlich aus Bulgarien, Rumänien, Polen und Ungarn.

Beinwell: Welcher Teil wird genutzt?

Das medizinisch nutzbare Material besteht aus dem getrockneten Wurzelstock (Rhizom) und den Wurzeln (zusammen Symphyti radix). Seltener werden auch die oberirdischen Teile der Pflanze genutzt (Symphyti herba).

Beinwell und seine Merkmale

Beinwell ist eine mehrjährige, bis zu 1,5 m hohe Staude mit borstiger Behaarung. Die ebenfalls behaarten Blätter sind lang und spitz zulaufend, die groben, netzartig verlaufenden Blattnerven sind deutlich zu erkennen. Die glockenartigen Blüten sind rötlich- bis blauviolett, rosa, gelblich oder weiß.

Das Wurzelmaterial beinhaltet die längsrunzeligen, außen schwarzbraunen Wurzelstücke. Im Querschnitt kann man das weißliche Innere der Wurzelstücke erkennen.

Was der Name Beinwell bedeutet

Der lateinische Gattungsname Symphytum leitet sich vom griechischen "symphyein" ab, was so viel wie "zusammenwachsen" bedeutet. Dies kommt daher, dass man früher dachte, Knochen könnten durch die Pflanze wieder zusammenwachsen. Auch im deutschen Trivialnamen Beinheil oder Beinwall (Wallen bedeutet "zusammenheilen von Knochen") kommt dies zum Ausdruck.

Geschmack und Geruch

Beinwellwurzel verbreitet keinen besonderen Geruch. Der Geschmack der Wurzel ist schleimig, schwach süß und leicht zusammenziehend (adstringierend).

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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