Chinarindenbaum

Roter Chinarindenbaum © istockphoto, 7activestudio

Beide Arten des Chinarindenbaums sind ursprünglich in den Anden (Kolumbien bis Nord-Peru) endemisch, jedoch dort durch Raubbau von der Ausrottung bedroht. Seit langem wird der Baum in Südostasien, Südafrika und Südamerika angebaut. Die Droge stammt vorwiegend aus Importen aus Indonesien, Indien, Sri Lanka und Afrika.

Es wird meist die getrocknete Stamm- und Zweigrinde von 10-12-jährigen Bäumen für die Drogenherstellung verwendet.

Chinarindenbaum: Typische Merkmale

Der Chinarindenbaum ist ein Waldbaum, der bis zu 20 m hoch wird und bis zu 30 cm lange elliptische, ungeteilte Blätter trägt. Die unscheinbaren Blüten sind bis zu 2 cm lang und hellrosa.

Chinarinde wird nicht nur aus Cinchona pubescens (Droge: Rote Chinarinde) gewonnen, sondern auch aus Cinchona officinalis (Droge: Fabrikrinde oder Gelbe Chinarinde). Heute sind die meisten der angebauten Bäume vegetativ vermehrte Kreuzungen der beiden Arten.

Rinde als Arznei

Bestandteile der Droge sind die etwa 2-6 mm dicken, schwach röhrenförmig gebogenen Rindenstücke. Außen sind die Rindenstücke häufig mit Flechten besetzt, die Farbe ist grau bis graubraun. Die Innenseite hingegen ist eher von rötlichbrauner Farbe, sie ist fein längsgestreift und faserig.

Chinarinde verströmt einen relativ schwachen, etwas eigenartigen Geruch. Der Geschmack von Chinarinde ist sehr bitter.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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