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Eibisch

Echter Eibisch © istockphoto, LianeM

Eibisch ist in ganz Europa und Westasien verbreitet, in Amerika eingebürgert und wird zur Drogengewinnung auch kultiviert. Die Eibischwurzel entstammt in den meisten Fällen Kulturen aus dem ehemaligen Jugoslawien, Bulgarien, Ungarn, Russland und Belgien.

Eibisch: Verwendung als Arznei

Es werden hauptsächlich die Wurzeln der Staude (Althaeae radix), aber auch die Blätter (Althaeae folium) und die Blüten (Althaeae flos) zur Drogengewinnung verwendet. Aus den Blüten werden wässrige Auszüge zum Einnehmen hergestellt.

Merkmale von Eibisch

Die Pflanze wächst mehrjährig in Form einer Staude. Sie wird bis zu 2 m hoch und ist weich behaart. Die Blätter zeigen eine drei- bis fünflappige Form mit handförmig ausgerichteten Blattadern und fühlen sich samtig an. Die mittelgroßen Blüten sind weiß bis rosa und werden zur Mitte hin dunkler.

Die Blätter des Eibischs sind sowohl auf der Unterseite wie auch auf der Oberseite samtig behaart. Meist sind Bruchstücke zu finden, bei denen die typischen handförmigen Blattadern erkennbar sind.

Bestandteil der Droge sind stets auch Teile der Blattstiele, vereinzelt Bruchstücke der Fruchtstände und Samen. Die Wurzelstücke müssen meist erst durch Schälen von den äußeren Rindenschichten befreit werden. Sie sind hell und gelblich-weiß mit dunklen Narben auf der Außenseite.

Bei guter Vergrößerung, beispielsweise mit einer Lupe, ist die konzentrische Schichtung der Rinde gut erkennbar. Eibischwurzeln zeigen nach Betupfen mit Ammoniaklösung eine deutliche Gelbfärbung, nach Betupfen mit Iodlösung werden sie blau.

Eibisch: Geruch und Geschmack

Während die Eibischblätter geruchlos sind, riechen die Wurzeln schwach mehlig. Der Geschmack der Blätter ist schleimig, die Wurzeln schmecken schleimig und leicht süß.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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