Engelwurz

Engelwurz © istockphoto, statu-nascendi

Die Pflanze und ihre Unterarten und Varietäten sind in allen gemäßigten Zonen Asiens und Europas endemisch, insbesondere in den nördlicheren Regionen. Die Wurzel stammt hauptsächlich aus Kulturen in Holland, Polen und Thüringen. Es wird vorwiegend die Wurzel (Angelicae radix) als Droge verwendet, manchmal jedoch auch die gesamte Pflanze (Angelicae herba), die Früchte oder ätherisches Öl der Pflanze (Oleum angelicae).

Engelwurz: Merkmale

Angelica archangelica L. ist eine zwischen 1 und 2,5 Meter hohe, kräftige Staudenpflanze, die zweijährig wächst und deren dicker Stängel oben purpurrot gefärbt ist. Sie besitzt zwei- bis dreifach gefiederte Blätter mit aufgeblasener Blattscheide. Die kleinen grünen Blüten stehen in großen Doppeldolden ohne Hülle. In Mitteleuropa ist Engelwurz erst seit dem 14. Jahrhundert bekannt.

Herkunft des Namens

Wenn man der Legende Glauben schenken kann, stammt der Name der Pflanze daher, dass sie den Menschen von einem Engel gezeigt wurde (lat. Angelus = Engel). Zur damaligen Zeit wurde Angelikawurzel zur Behandlung von Pest und gegen "bösen Zauber" eingenommen.

Engelwurz als Arznei

Die Wurzeldroge besteht aus zylindrischen, dünnen Wurzelstücken, die außen grau-, schwarz- oder rot-braun sind und Längsfurchen aufweisen. Der Holzkörper ist gelb und radial gestreift.

Geruch und Geschmack von Engelwurz

Angelikawurzel riecht sehr würzig. Der Geschmack von Angelikawurzel ist erst aromatisch bis süß, dann bitter, scharf und anhaltend brennend.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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