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Faulbaum

Faulbaum © istockphoto, emer1940

Der Faulbaum ist in Europa, den Mittelmeergebieten inklusive Nordafrika und Nordwestasien heimisch. Das medizinisch nutzbare Material stammt vorwiegend aus Wildsammlungen in Osteuropa und Russland.

Faulbaum in der Pflanzenheilkunde

In der Pflanzenheilkunde verwendet man die getrocknete Rinde der Stämme und der Zweige (Frangulae cortex). Vor dem Gebrauch muss die frische Rinde erst noch altern. Dies kann durch etwa einjährige Lagerung oder Hitzebehandlung erreicht werden.

Faulbaum und seine Merkmale

Der Faulbaum ist ein 3-5 m hoher Strauch oder kleiner Baum ohne Dornen mit wechselständigen, eiförmigen, breiten Blättern.

Der Name des Strauches geht auf die brüchigen Zweige zurück: Frangula leitet sich vom Lateinischen "frangere" ab, was so viel wie "brechen" bedeutet. Der deutsche Name Faulbaum basiert auf dem unangenehmen Geruch, den der Strauch verbreitet.

Der Faulbaum trägt kleine unscheinbare Blüten, die in Trugdolden stehen und sich zu kleinen Früchten entwickeln. Diese sind im unreifen Zustand grün bis rot, in der Reife werden sie schwarz.

Drogenmaterial: Merkmale der Rinde

Das geschnittene Drogenmaterial besteht aus flachen oder nach innen gebogenen Rindenstückchen, deren Außenseite rot- bis graubraun, glänzend oder matt ist. Wenn man die Oberfläche vorsichtig etwas aufkratzt, wird rötliches Gewebe sichtbar.

Innenseitig sind die Rindenstücke orangegelb bis braun und zeigen eine deutliche Längsfurchung.

Faulbaum: Geruch und Geschmack

Faulbaumrinde verströmt einen eigentümlichen, unangenehmen Geruch. Der Geschmack der Rinde ist schleimig-süß, leicht bitter und zusammenziehend (adstringierend).

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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