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Faulbaum – Anwendung

Faulbaumrinde wird als Abführmittel bei Verstopfung (Obstipation) angewendet. Erfahrungen haben ferner gezeigt, dass sich die Rinde auch gut für Erkrankungen und Situationen eignet, bei denen leichter Stuhlabgang mit weichem Stuhl erforderlich ist. Dies können unter anderem Hämorrhoiden, Analfissuren oder durchgemachte operative Eingriffe an Rektum oder Anus sein.

In Kombinationspräparaten ist Faulbaumrinde oft zusammen mit krampflösenden Pflanzen und Quellstoffdrogen enthalten.

Faulbaum in Volksmedizin und Homöopathie

Volksmedizinisch wird Faulbaumrinde auch bei Erkrankungen der Galle und der Leber sowie zur Behandlung von Rheuma, Bleichsucht und Hämorrhoiden eingesetzt.

In der Homöopathie verwendet man die frische Rinde der Stämme und Zweige bei Verdauungsschwächen mit Neigung zu Durchfällen.

Inhaltsstoffe von Faulbaum

Die Inhaltsstoffe liegen in der frischen Rinde als Anthron- oder Dianthronglykoside vor. Durch lange Lagerung oder künstliche Alterung durch Hitzebehandlung wandeln sich diese in die oxidierten Antrachinonglykoside, vor allem zu Glucofrangulin A und B sowie Frangulin A und B, um. Um einen therapeutischen Effekt zu erzielen sollte die Rinde zu mindestens 6 % aus Hydroxyanthracenderivaten, berechnet als Glucofrangulin A, bestehen.

Faulbaum: Typische Indikationen

Indikationen, bei denen Faulbaum typischerweise zur Anwendung kommt, sind:

  • Verstopfung
  • Hämorrhoiden
  • Analfissuren

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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