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Flohsamen – Anwendung

Flohsamen: Anwendung bei Magen-Darm-Problemen

Flohsamen finden insbesondere bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes Anwendung. Die Droge wird bei der sogenannten Habituellen Obstipation, das heißt jahrelang bestehende Verstopfung, und bei Stuhlunregelmäßigkeiten verwendet.

Flohsamen für weichen Stuhl

Ferner nutzt man die Pflanze bei Erkrankungen, bei denen weicher Stuhl und eine erleichterte Entleerung des Darms gewünscht sind, so zum Beispiel bei Hämorrhoiden, Divertikulose (kleine Ausstülpungen der Darmwand), Analfissuren (schmerzhaften Einrissen der Haut und Schleimhaut des Afters), nach operativen Eingriffen am Rektum und/oder im Analbereich, bei Vorliegen eines künstlichen Darmausganges sowie in der Schwangerschaft.

Unterstützend können Flohsamen auch zur Behandlung von Durchfällen unterschiedlichster Entstehung, Morbus Crohn (chronisch-entzündliche Darmerkrankung) und Reizdarm eingenommen werden.

Wissenschaftlich belegt ist auch die unterstützende Einnahme von Flohsamen bei Diabetes mellitus und zu hohen Blutfettwerten (Hyperlipidämie).

Flohsamen in Volksmedizin und Homöopathie

In Mitteleuropa werden Flohsamen nur relativ selten als mildes Abführmittel und Ballaststoff bei chronischer Darmträgheit verwendet. Auch bei Durchfall, Reizdarm und anderen entzündlichen Darmerkrankungen wird die Droge eingesetzt.

Die homöopathische Anwendung entspricht im weitesten Sinn der offizinellen Anwendung von Flohsamen.

Inhaltsstoffe von Flohsamen

Die wichtigsten wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe von Flohsamen sind Schleimstoffe, die in hoher Konzentration (20-30 %) vorkommen und in der Epidermis der Samenschale lokalisiert sind. Die Samen enthalten ferner Proteine, fettes Öl und geringe Mengen an Flavonoiden.

Bei welcher Indikation können Flohsamen helfen?

Flohsamen kommen bei folgenden Indikationen zum Einsatz:

  • Verstopfung
  • Stuhlunregelmäßigkeiten
  • Hämorrhoiden
  • Divertikulose
  • Analfissuren
  • Durchfall
  • Reizdarm
  • Morbus Crohn
  • entzündliche Darmerkrankungen
  • Hyperlipidämie
  • Diabetes

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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