Ginkgo

Ginkgo © istockphoto, WebSubstance

Der Ginkgobaum gilt als "lebendes Fossil", da er sich in seiner Gestalt seit fast 200 Millionen Jahren nur wenig verändert hat. Ursprünglich stammt der Baum aus China und Japan, wo er auch als Tempelbaum angebaut wird. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts wird der Baum auch in Europa und den USA angebaut. Zur Gewinnung der Blätter wird Ginkgo außerdem im Rheintal kultiviert, das meiste medizinisch genutzt Material stammt jedoch aus China, Japan, Korea und Frankreich.

Ginkgo in der Pflanzenheilkunde

In der Pflanzenheilkunde nutzt man die getrockneten Blätter des Ginkgobaumes (Ginkgo folium). Diese werden jedoch nicht selbst therapeutisch angewendet, sondern ein speziell aus ihnen gewonnener Extrakt, der Ginkgotrockenextrakt, der in einem aufwändigen und patentgeschützten Verfahren hergestellt wird.

Die dabei entstehende Ausbeute aus den Blättern ist jedoch gering: Aus fünf Tonnen der Blätter werden am Ende nur etwa 100 Kilogramm des Ginkgo-Extraktes gewonnen.

Merkmale des Ginkgobaums

Ginkgo ist ein sehr großer (30-40 m), widerstandsfähiger und äußerst langlebiger Baum, dessen Krone erst kegelfömig, später ausladender ist. Die Blätter sind fächerförmig, häufig zweigelappt und wechselständig.

Männliche und weibliche Blüten wachsen auf verschiedenen Bäumen, aus den weiblichen Blüten entwickeln sich die gelben, einförmigen Samen.

In Asien gilt der Ginkgobaum als ein Symbol für Hoffnung und ein langes Leben.

Die Blätter des Ginkgo: Merkmale der Arznei

Das medizinisch nutzbare Ausgangsmaterial besteht aus den gestielten, etwa 4-10 cm großen Blättern. Diese sind tiefgrün bis gelblichgrün und zweilappig, deutlich kann man die parallel verlaufenden Blattnerven erkennen. Der Blattrand ist auf der Seite glatt, an den anderen Stellen ist er wellig.

Geruch und Geschmack von Ginkgo

Die Außenschicht der weiblichen Samen riecht unangenehm nach Buttersäure, der Samenkern ist aber essbar und gilt in China als Delikatesse.

Ginkgoblätter verbreiten einen schwachen, etwas eigenartigen Geruch. Der Geschmack der Blätter ist leicht bitter.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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