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Ginseng

Ginseng © istockphoto, StephanieFrey

Ginseng ist in den Bergwäldern Ostasiens heimisch, kultiviert wird die Pflanze in China, Korea, Japan und Russland. Der sehr ähnliche Amerikanische Ginseng ist in weiten Teilen der USA und Kanadas beheimatet. Das Drogenmaterial stammt vornehmlich aus China und Korea, teilweise aber auch aus deren Nachbarländern. In der Pflanzenheilkunde verwendet man die getrockneten Wurzeln des Ginsengs (Ginseng radix).

Merkmale der Ginseng-Pflanze

Ginseng ist eine bis zu 80 cm hohe Staude mit einem einzigen Trieb und kurzem Wurzelstock. Die handförmigen Blätter haben 1-4 Finger. Ferner trägt die Pflanze kleine weiße Blüten in Dolden und rote, beerige Steinfrüchte, die jeweils zwei Samen enthalten.

Weißer und roter Ginseng

Von den vielen existenten Arten von Ginseng wird der koreanische Ginseng am höchsten geschätzt. Vom koreanischen Ginseng gibt es den "Weißen Ginseng", bei dem die Wurzeln nach dem Ernten direkt gebleicht, geschält und getrocknet werden und den "Roten Ginseng", bei dem die frisch geernteten Wurzeln vor der Trocknung erst noch 1,5-4 Stunden gebrüht werden und nach dem Trocknen eine durchscheinend rötliche Färbung zeigen.

Ginseng-Wurzel als Arznei

Die Droge besteht aus zylindrischen, relativ großen Wurzeln, die häufig von der Mitte an mehrfach geteilt sind. Die Rinde ist außen hellbraun bis hellgelb bzw. beim Roten Ginseng rötlich-braun. Im Inneren ist die Wurzel weiß bis hellgelb, hart und spröde.

Ginsengwurzel verströmt einen recht schwachen, aber angenehmen Geruch. Die Wurzel schmeckt anfangs bitter, später geht der Geschmack in süß und schleimig über.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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