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Goldrute

Goldrute © istockphoto, skymoon13

Das Kraut ist in den gemäßigten Klimazonen Europas, Asiens, Nordamerikas und Nordafrikas heimisch und wächst bevorzugt auf trockenen Waldwiesen und an Waldrändern. Die Riesengoldrute und die Kanadische Goldrute sind außerdem in großen Teilen Europas eingebürgert. Die Handelsware stammt aus Kulturen in Deutschland oder wird aus Wildsammlungen in Osteuropa (Ungarn, ehemaliges Jugoslawien, Polen, Bulgarien) importiert. Häufig ist die Handelsware auch ein Gemisch aller drei Goldrutenarten, am wirksamsten ist jedoch die Echte Goldrute.

Goldrute in der Pflanzenheilkunde

In der Pflanzenheilkunde werden die zur Blütezeit (August-Oktober) gesammelten, getrockneten, oberirdischen Teile der Goldrute verwendet.

Goldrute: typische Merkmale

Die Goldrute ist ein mehrjähriges, bis 1 m hohes, aufrechtes Kraut mit länglichen Blättern. Die unteren Stängelblätter weisen eine elliptische Form auf, die oberen sind schmal. Die zahlreichen leuchtend gelben Blütenköpfchen mit etwa 6-12 mm langen Zungenblüten stehen in zusammengesetzten Trauben. Die verwandte Riesengoldrute (Solidago gigantea) und die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) werden bei ähnlichen Beschwerden verwendet.

Als Arznei verwendete Bestandteile

Typisch für das Goldrutenkraut sind goldgelbe Blütenköpfchen, die von dachziegelartig angeordneten, grünlichen Hüllkelchblättern und Zungenblüten umgeben sind.

Weitere Bestandteile der Droge sind einzelne herausgefallene gelbe Blüten und graue bis grüne, etwas gerunzelte Blattfragmente. Außerdem kommen zylindrische, dunkle, längs gestreifte Stängelstücke vor. Der Stängelanteil sollte jedoch unter 20 % betragen, da sich die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe vor allem in den Blüten und den Blättern befinden.

Wie riecht und schmeckt Goldrutenkraut?

Goldrutenkraut verströmt keinen besonderen Geruch. Der Geschmack von Goldrutenkraut ist herb und leicht zusammenziehend (adstringierend).

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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