Hamamelis

Hamamelis © congerdesign

Hamamelis stammt aus Nordamerika, genauer aus Kanada und den östlichen USA. Die Pflanze wird in Europa in Gärten und Parks angepflanzt. Das medizinisch genutzte Material stammt vorwiegend aus Nordamerika.

Hamamelis in der Medizin

In der Pflanzenheilkunde werden die Rinde (Hamamelidis cortex) und die Blätter (Hamamelidis folium) von Hamamelis verwendet. Aus den Zweigen wird außerdem das Hamameliswasser (Hamamelidis aqua) gewonnen.

Hamamelis: Besondere Merkmale

Hamamelis ist ein 3-7 selten 10 m hoher Strauch oder kleiner Baum mit charakteristischen, breitovalen Blättern, die der europäischen Haselnuss sehr ähnlich sehen. Im Herbst erscheinen kleine gelbe Blüten mit langen schmalen Kronblättern. Des Weiteren trägt der Strauch holzige Fruchtkapseln.

Das Rindenmaterial der Pflanze besteht aus verschieden langen, gebogenen Stückchen der getrockneten Rinde, die vom Stamm oder den Zweigen gewonnen wurde. Die (rötlich)braune Außenseite der Rindenstücke ist mit Kork bedeckt, darunter kommt hellere Rinde zum Vorschein.

Eigenschaften der Blattdroge

Die Blattdroge besteht aus dünnen, biegsamen Blättern und Blattfragmenten, die auf der Oberseite dunkelgrün und auf der Unterseite hellgrün bis -braun und glänzend sind. Die Blattnerven treten besonders unterseitig deutlich hervor, die Nervenwinkel sind behaart.

Geruch und Geschmack von Hamamelis

Weder Hamamelisrinde noch -blätter verströmen einen charakteristischen Geruch. Der Geschmack von Rinde und Blättern ist mäßig bis stark zusammenziehend (adstringierend), die Rinde schmeckt außerdem bitter.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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