Hirtentäschel

Hirtentäschel © istockphoto, katerynap

Hirtentäschel war ursprünglich in Europa heimisch, mittlerweile ist die Pflanze aber als Unkraut weltweit verbreitet. Das medizinisch genutzte Material stammt aus Wildvorkommen in Polen, Ungarn, Bulgarien und Asien. In der Pflanzenheilkunde werden die getrockneten oberirdischen Teile der Pflanze verwendet.

Hirtentäschel: Besondere Merkmale

Hirtentäschel ist eine bis zu 80 cm hohe, ein- bis zweijährige Pflanze mit tief gelappten, ganzrandigen, länglichen Blättern, die in einer grundständigen Rosette stehen. Die kleinen, weißen Blüten sitzen auf einem feinen, etwa 40 cm hohen Blütenstängel. Des Weiteren trägt die Pflanze typische, verkehrt herzförmige Schötchenfrüchte, die den früher von Hirten benutzten Taschen ähneln. Der Trivialname Hirtentäschel ist auf diese Tatsache zurückzuführen.

Hirtentäschel als Arznei

Das medizinisch nutzbare Material ist gekennzeichnet durch flache, verkehrt herzförmige, grüne bis hellgelbe Schötchenfrüchte sowie Teile von diesen, zum Beispiel den rotbraunen Samen. Daneben kommen feine Stängelstückchen mit Längsrillen und Blattfragmente vor.

Geruch und Geschmack

Das Kraut verströmt einen schwachen, recht unangenehmen Geruch. Geschmacklich ist Hirtentäschelkraut bitter und leicht scharf.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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