Hopfen

Hopfen © istockphoto, jeka1984

Hopfen stammt aus den nördlichen gemäßigten Klimazonen in Asien, Europa und Nordamerika. Die Pflanze wird schon seit Jahrhunderten zum Bierbrauen angebaut. Das Drogenmaterial kommt vorwiegend aus Deutschland, Tschechien, den USA und China.

Pflanzenheilkundliche Verwendung von Hopfen

In der Pflanzenheilkunde werden die ganzen getrockneten Blütenstände der weiblichen Pflanzen (Hopfenzapfen oder Lupuli flos/strobulus) verwendet. Unter den ebenfalls verwendeten Hopfendrüsen (Lupuli glandula) versteht man die durch Absieben gewonnenen Drüsenhaare, die ein klebriges Sekret bilden.

Typische Merkmale von Hopfen

Hopfen ist eine bis zu 10 m hohe, mehrjährige und rechtswindende Kletterpflanze, die gezähnte, tief gelappte, raue Blätter mit langen Stielen trägt. Die weiblichen Blüten sind gelblich und stehen in Scheinähren, die im Aussehen einem Zapfen ähneln. Im weiblichen Blütenstand umgeben große überlappende Tragblätter mehrere kleine Blüten. Die Tragblätter und auch die Blüten weisen zahlreiche orange- bis goldgelbe Drüsen mit harzigem Sekret auf.

Was beim Anbau zu beachten ist

Ein wichtiger Grundsatz beim Hopfenanbau ist der getrennte Anbau von weiblichen und männlichen Pflanzen, um eine Befruchtung zu verhindern. Die weiblichen Pflanzen werden vegetativ vermehrt. Da Hopfen viel Feuchtigkeit benötigt, findet er sich in freier Natur vor allem in der Nähe von Flüssen.

Eigenschaften von Hopfenzapfen

Hopfenzapfen bestehen aus dachziegelartig übereinander gestapelten Blättern, die in ihrer Achsel jeweils zwei weibliche Blüten tragen. Auf den Blattstückchen kann man die orangegelb glänzenden Drüsenhaare erkennen.

Hopfenzapfen verströmen einen stark würzigen Geschmack. Der Geschmack von Hopfen ist bitter und würzig.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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