Leinsamen – Anwendung

Leinsamen anwenden

Leinsamen eignen sich, innerlich oder äußerlich angewandt, für die Behandlung einer Reihe von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der Haut. Bei innerer Anwendung zeigen Leinsamen positive Wirkung bei Verstopfung (Obstipation), Reizdarm (Colon irritabile) und Schädigungen des Dickdarms, die durch den Missbrauch von Abführmitteln entstanden sind.

Gerade bei älteren Menschen kommt es im Darm manchmal zu Ausstülpungen der Darmwand (Divertikel), die sich entzünden können – man spricht dann von einer Divertikulitis. Auch dieses Erkrankungsbild, das häufig mit starken Bauchschmerzen einhergeht, kann mit Leinsamen behandelt werden.

In Form einer Breitzubereitung können die Samen ferner bei Entzündungen der Magenschleimhaut (Gastritis) und des Darms (Enteritis) eingenommen werden. Aus Leinsamen können auch Breiumschläge angefertigt werden, die bei lokalen Entzündungen auf die Haut aufgelegt werden, und so Linderung verschaffen können.

Anwendung in der Volkskunde

In der Volksmedizin sind Leinsamen seit Jahrhunderten ein beliebtes Abführmittel. Bei akuter und chronischer Magenschleimhautentzündung werden sie zum Schutz der Magenschleimhaut eingenommen.

Inhaltsstoffe von Leinsamen

Leinsamen enthalten eine sehr hohe Menge (25 %) an Ballaststoffen. Etwa 10 % der Ballaststoffe sind schwer verdauliche Polysaccharide und daneben kommen Stoffe wie Zellulose und Lignin vor. Zu weiteren 30-45 % bestehen die Samen außerdem aus fettem Öl und daneben aus Eiweiß, Linustatin und Lignanen. Für einen therapeutischen Effekt sollte die Droge in ausreichendem Maße Schleim und außerdem zu mindestens 52 % ungesättigte Fettsäuren enthalten.

Leinsamen: Bei welcher Indikation?

Leinsamen kommen bei den folgenden Indikationen zur Anwendung:

  • Verstopfung
  • Reizdarm
  • geschädigter Dickdarm durch Abführmittelmissbrauch
  • Divertikulitis
  • Gastritis
  • Enteritis
  • lokale Hautentzündungen

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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