Mönchspfeffer – Wirkung

Mönchspfeffer
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Mönchspfefferfrüchte üben eine beruhigende Wirkung auf den Hormonhaushalt aus. Es gibt Hinweise darauf, dass die positive Wirkung von Agni casti fructus auf eine bisher unbekannte Verbindung in den Früchten zurückzuführen ist, die eine sogenannte dopaminerge Wirkung auf die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) hat, das heißt letztlich die Hemmung der Freisetzung des Hormons Prolaktin zur Folge hat.

Wirkung von Mönchspfeffer: Prolaktin

Prolaktin ist ein Hormon, das in den Zellen des Hypophysenvorderlappens gebildet wird. Es ist für das Wachstum der Brustdrüsen bei Schwangeren und die Milchsekretion in der Stillzeit verantwortlich. Daneben unterdrückt es den Eisprung und hat somit schwangerschaftsverhütende Wirkung.

Letztlich wird Prolaktin auch eine psychische Komponente, nämlich zum Beispiel die Auslösung des Brutpflegeverhaltens, zugeschrieben.

Anderen Autoren zufolge hemmen Mönchspfefferfrüchte die Prolaktin-Ausschüttung nicht nur sondern gleichen den Prolaktinspiegel aus. Dies bedeutet, dass die Ausschüttung von Prolaktin bei erhöhtem Prolaktinspiegel gehemmt und bei zu niedrigem Prolaktinspiegel gefördert wird. Durch dieses Angleichen kommt es zu einer Normalisierung der Sekretion von Gonadotropinen – Hormonen, die für einen regelmäßigen Zyklusverlauf verantwortlich sind.

Mönchspfeffer – mögliche Nebenwirkungen

Gelegentlich kann es bei der Einnahme von Mönchspfeffer zum Auftreten von juckenden Exanthemen (Hautausschlag) kommen; vereinzelt treten Kopfschmerzen und Magen-Darmbeschwerden auf. Zur Toxikologie liegen bisher keine Untersuchungen vor.

Wechselwirkungen mit Mönchspfeffer

Aufgrund der dopaminergen Wirkung von Mönchspfeffer könnte es bei der Gabe von Dopamin-Rezeptorantagonisten (zum Beispiel Neuroleptika oder Antiemetika, das heißt Medikamenten zur Unterdrückung von Übelkeit und Brechreiz) zur wechselseitigen Wirkungsabschwächung kommen.


Autor*in: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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