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Ringelblume

Ringelblume © pixabay, silviarita

Die Ringelblume ist in Mittel-, Süd- und Osteuropa beheimatet, das Drogenmaterial stammt aus Wildsammlungen in Nordafrika (Ägypten) und Osteuropa (zum Beispiel Polen und Ungarn). Weitere Kulturen finden sich in den Mittelmeerländern und zum kleinen Teil in Deutschland. Die Pflanze ist außerdem eine beliebte Garten- und Schnittblume.

Calendula-Blüten in der Pflanzenheilkunde

Als Droge werden vor allem die zur Blütezeit gesammelten Blütenköpfe der Ringelblume (Calendulae flos) oder auch das ätherische Öl verwendet. Manchmal findet eine Differenzierung der Droge zwischen Calendulae flos sine calyce (nur Zungenblüten) und Calendulae flos cum calyce (Blütenköpfe) statt.

Merkmale der Ringelblume

Die Ringelblume ist eine aromatische, 1-2-jährige Pflanze, die mit weichen, lanzettlichen Blättern mit Drüsen ausgestattet ist. Die Pflanze bildet 4-7 cm große Blütenkörbchen aus, die mit zahlreichen leuchtend gelben oder orangefarbenen Zungen- und Röhrenblüten ausgestattet sind.

Ringelblume als Arznei

Bestandteil der Droge sind insbesondere die getrockneten ganzen oder zerfallenen Blütenkörbchen mit einem Durchmesser von 4-7 cm mit vielen Zungenblüten und wenigen Röhrenblüten sowie von den Hüllkelchblättern befreite Einzelblüten (Calendulae flos sine calyce).

Gut erkennbar ist die Droge aufgrund der charakteristischen weiblichen Zungenblüten, die von gelbroter, glänzender Farbe und an der Spitze dreizähnig sind. Die Röhrenblüten sind seltener und viel kleiner. Die Früchte der Ringelblume sind kahnförmig gekrümmt mit stacheligem Rücken und sollten in der Droge nicht enthalten sein.

Wie riecht und schmeckt Ringelblume?

Die Ringelblume verströmt einen schwachen, nicht weiter identifizierbaren Geruch. Der Geschmack von Ringelblumenblüten ist schwach salzig und bitter.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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