Schöllkraut

Schöllkraut © istockphoto, emer1940

Schöllkraut ist in Europa, Asien und Nordafrika heimisch, in Nordamerika wurde die Pflanze eingebürgert. Die Droge stammt vorwiegend aus Importen aus Osteuropa.

Für die Droge werden die getrockneten, zur Blütezeit geernteten, oberirdischen Teile der Pflanze verwendet (Chelidonii herba). Seltener verwendet man die Wurzeln der Pflanze.

Schöllkraut: besondere Merkmale

Schöllkraut ist eine etwa 60 cm hohe, mehrjährige, verzweigte Pflanze mit abstehendem und behaartem Stängel. Die Pflanze trägt blaugrüne gefiederte Blätter, teilweise sind die Ränder gelappt.

Die Blüten sind goldgelb bis orangegelb. Die Früchte von Schöllkraut sind schmale, schotenförmige Kapseln. Charakteristisch für Schöllkraut ist, dass aus verletzten Pflanzenteilen der gelbliche, alkaloidhaltige Milchsaft austritt.

Schöllkraut als Arznei

Die Droge besteht aus verschiedenen Pflanzenteilen des Schöllkrauts. Neben hohlen, flachen, gelb- bis grünbraunen Stängelstückchen kommen sehr zerknitterte, dünne Blattstückchen vor. Diese sind auf der Oberseite matt blaugrün und auf der Unterseite von deutlich hellerer, graugrüner Farbe; deutlich sind die Blattadern zu erkennen.

Die Blüten zerbrechen leicht; sie besitzen zwei Kelchblätter, die jedoch beim Öffnen der Blüte abfallen, sowie vier gelbliche Blätter, Staubblätter und einen schmalen Fruchtknoten.

Ferner sind in der Droge wenige Früchte in Form schotenförmiger Kapseln mitsamt den dunklen Samen enthalten.

Geruch und Geschmack von Schöllkraut

Der Geruch von Schöllkraut ist unangenehm. Schöllkraut schmeckt leicht scharf und bitter.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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