Uzara – Wirkung

Die hemmende Wirkung von Uzarawurzel bei Durchfall beruht vornehmlich auf dem Gehalt an Uzarin. Dieses hemmt die glatte Muskulatur des Magen-Darmtraktes, die unter anderem für die Darmbeweglichkeit verantwortlich ist. Bei Durchfallerkrankungen ist die Darmbewegung in der Regel erhöht, und die Reduktion führt zur Krampflösung und Linderung von Durchfallbeschwerden. Auch die Sekretionshemmung durch Reizung bestimmter Nerven trägt zur Minderung des Durchfalls bei.

Uzarawurzel soll außerdem Brechreiz lindern (antiemetische Wirkung). Die Wurzel unterstützt die körpereigenen Mechanismen und schont dabei die Darmflora.

Uzarawurzel für das Herz

In sehr viel höheren Dosierungen können die in Uzarawurzel enthaltenen Glykoside die Kontraktionsfähigkeit des Herzmuskels steigern (positive Inotropie), das heißt gewissermaßen die Kraft des Herzmuskels unterstützen, und die Schlagfrequenz senken. Glykoside sind in der Pharmakologie deshalb in einigen Medikamenten (Herzglykoside) zur Therapie von Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und zu hoher Herzfrequenz enthalten.

Uzara: Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Derzeit sind keine Nebenwirkungen der Wurzel bekannt.

Da Uzarawurzel Glykoside enthält, kann es bei gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden zu einer Wirkverstärkung kommen. Deshalb sollte die Droge nicht zusammen mit Herzglykosiden und ferner mit bestimmten Medikamenten gegen Herzrhythmusstörungen (Chinidin) und Medikamenten zur Steigerung der Salzausscheidung (Saluretika) eingenommen werden.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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