Lifeline Logo

Weißdorn

Weißdorn © istockphoto, Straitel

Der Eingriffelige und der Zweigriffelige Weißdorn sind in ganz Europa beheimatet, die anderen Weißdornarten stammen daneben von der Balkanhalbinsel, aus den östlichen Mittelmeergebieten, Ungarn, Kroatien und Slowenien. Das Drogenmaterial wird aus Ost- und Südosteuropa importiert.

Verwendung von Weißdorn

In der Pflanzenheilkunde am gebräuchlichsten ist die Verwendung der getrockneten Blätter mitsamt der Blüten (Crataegi folium cum flore).

Seltener, und dann vor allem in der Homöopathie, kommen die Weißdornfrüchte zum Einsatz. Von den Weißdornfrüchten existiert jedoch keine positive Monographie der Kommission E.

Da das Holz des Weißdorns sehr hart ist, wird es für die Herstellung von Spazierstöcken, Spielzeug und Ähnlichem genutzt.

Weißdorn und seine Merkmale

Weißdorn ist ein meist stark verzweigter, 2-5 m hoher Strauch oder ein bis zu 10 m hoher Baum. Die Pflanze besitzt dornige Zweige und ovale, gelappte und fein gezähnte Blätter. Ferner trägt Weißdorn weiße, in breiten Trugdolden angeordnete Blüten, deren Geruch viele Insekten zur Bestäubung anlockt. Die fleischigen Früchte sind im reifen Zustand rot.

In der Pflanzenheilkunde werden insbesondere der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna), aber auch der Zweigriffelige Weißdorn (Crataegus laevigata) verwendet, die sich häufig miteinander kreuzen. Weitere verwendete Arten sind:

  • Crataegus azarolus
  • Crataegus pentagyna sowie
  • Crataegus cuneata in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

Weißdorn als Arznei

Bestandteil des Drogenmaterials sind die dunkelbraunen, holzigen Stängelstückchen und die gelappten Laubblätter mit leicht gesägtem Rand und mehr oder weniger starker Behaarung. Vor allem auf der helleren Unterseite der Blätter kann man die Blattadern erkennen. Die Kronblätter erkennt man an ihrer gelblichweißen bis bräunlichen Färbung.

Weißdornblätter verströmen einen etwas eigenartigen, schwach duftenden Geruch. Der Geschmack der Droge ist leicht süß, etwas bitter und zusammenziehend (adstringierend).

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Heilpflanzen-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte wählen Sie eine Kategorie: