Chirotherapie: Wann kommt welche Therapie zum Einsatz?

Wann wird welche Therapieform eingesetzt?

Die manuelle Medizin/Chirotherapie wird dann eingesetzt, wenn ein Gelenk der Wirbelsäule oder der Peripherie in seiner Bewegung eingeschränkt ist – also bei Schmerzen und einer verminderten Beweglichkeit im Bereich der Wirbelsäule, der Schultern, im Beckenbereich oder des Brustkorbs.
Nicht eingesetzt werden darf sie bei frischen Verletzungen an Wirbelsäule und Gelenken, bei einem Bandscheibenvorfall, bei Entzündungen oder Tumoren in der schmerzenden Region, bei Osteoporose oder Durchblutungsstörungen.

Auch die Chiropraktik und die Krankengymnastik-Techniken sind bei den gleichen Beschwerden erlaubt bzw. verboten. Sie regulieren die Muskelspannung, stabilisieren die Gelenke, beseitigen die Schmerzen und schulen die Koordination.

Die Kinesiologie hingegen wird bei den verschiedensten Beschwerden eingesetzt. Laut ihres Konzeptes erlaubt sie Aussagen zu inneren Organbefindlichkeiten, die anhand der Muskelreaktion abgelesen werden können.

Auch mit der Osteopathie können unterschiedliche Beschwerden behandelt werden. Da sich die manipulativen und mobilisierenden Handgriffe mit denen der Chirotherapie überschneiden, gelten die gleichen Einschränkungen. Allerdings werden mit der Osteopathie nicht nur Beschwerden am Bewegungsapparat, sondern auch Störungen im Bereich der inneren Organe behandelt. Häufig wird eine osteopathische Behandlung zusätzlich zu einer schulmedizinischen Therapie durchgeführt.

Während mit der Dorn-Therapie Gelenkbeschwerden behandelt werden und Bowtech sowie Rolfing das seelische Wohlbefinden verbessern wollen, wird die manuelle Neurotherapie für Körper und Geist eingesetzt.

Für welche Behandlungen übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Da die Chirotherapie schulmedizinisch anerkannt ist und von dafür ausgebildeten Ärzten durchgeführt wird, übernehmen die Krankenkassen bei entsprechenden Beschwerden die Kosten teilweise oder ganz. Bei allen anderen Verfahren hängt die Kostenübernahme stark von Ihrer Kasse ab.

Erkundigen Sie sich am besten vor der Behandlung, wie Ihre Kasse zu einer Kostenübernahme steht, und fragen Sie Ihren Therapeuten, was die Behandlung kosten wird – dann können Sie im Einzelfall entscheiden, ob Sie für die jeweilige Therapieform die Kosten aufbringen möchten.

Aktualisiert: 30.10.2017
Autor*in: Nathalie Blanck

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